| SCHULSOZIALARBEIT: AUCH IN RÜSCHLIKON
EIN THEMA?
Die zunehmende Belastung der Lehrpersonen
durch Konflikte, Mobbing, Probleme in Familie und Freizeit, mangelnde
Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler erfordert
Massnahmen.
Der Baufortschritt beim Neubau GULLIVER ermöglicht konkretere
Auskunft über die Kostensituation.
Versuchsweise Einführung der Sozialarbeit
Im September 2005 hat die Schulpflege einen Projektauftrag zur
Abklärung und Entwicklung eines Konzepts für Schulsozialarbeit
erteilt. Dieses Thema gewinnt stetig an Bedeutung. Schulsozialarbeit
ist vielerorts erprobt und erfolgreich umgesetzt, eine steigende
Zahl auch unserer Bezirksgemeinden arbeiten damit. Die Schulsozialarbeit
wird in enger Vernetzung mit Schulen und Gemeinden zu einem Teilbereich
von zunehmender Wichtigkeit, da die Schulen alleine die vielfältigen
Aufgaben nicht mehr zusätzlich übernehmen können:
Probleme im familiären Umfeld und in der Freizeitgestaltung,
mangelnde Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler,
tiefgreifende Konflikte und mobbing-ähnliche Phänomene
etc. In der Schule Rüschlikon anerkennen sowohl die Lehrerschaft
als auch die Schulpflege den Bedarf an Prävention, Krisenintervention
und Unterstützung/Entlastung der Lehrpersonen wie der Schulleitungen
in diesem Bereich.
Die Schulleitungen haben bisher diesbezüglich etliche Aufgaben
übernommen. Mit den Neuerungen des Volksschulgesetzes kommen
jedoch zeitaufwändige und anspruchsvolle neue Tätigkeitsfelder
und Verantwortlichkeiten auf sie zu, weshalb sie von Aufgaben
entlastet werden müssen, die nicht ihren Kernbereich fallen.
Das Konzept wurde von AbsolventInnen der Hochschule für soziale
Arbeit in Luzern in Zusammenarbeit mit Schulpflege, Lehrerschaft,
Sozialamt der Gemeinde und kommunaler Jugendarbeit entwickelt.
Die Schulpflege hat beschlossen, ab dem 1. März 2007 bis
Ende September 2009 versuchsweise Schulsozialarbeit einzuführen.
Die Stelle ist mit 70-90% dotiert und befristet. Für den
Versuch werden CHF 75'000 ins Budget 2007 eingestellt, für
die Jahre 2008/2009 sind je CHF 80-90'000 vorgesehen. Die Durchführung
des Versuchs ist abhängig von der Bewilligung des entsprechenden
Budgetpostens durch die Gemeindeversammlung im November 2006.
Eine allfällige definitive Einführung soll der Gemeindeversammlung
im Juni 2009 unterbreitet werden.
Bauliche, betriebliche und finanzielle
Entwicklung bei Gulliver
Aufgrund des unerwartet langen und kalten Winters konnten die
Arbeiten an der Mehrzweckhalle während einiger Monate kaum
weiter geführt werden. Mit dem wärmeren Wetter läuft
jetzt auch der gesamte Baubetrieb wieder auf Hochtouren. Die Anlage
mit dem „grossen“ Gulliver-Schulgebäude und den
„kleinen“ Gulliver-Oblichthäusern vermittelt
inzwischen einen anschaulichen Eindruck des eindrücklichen
Bauwerks.
Die Arbeit am und im Schulgebäude konnte trotz der kalten,
nassen Wintermonate stets weiter geführt werden.
Gemäss dem aktuellen Zeitplan wird der Umzug der verschiedenen
schulischen Bereiche (Therapien, Schulleitung, Sekretariat, Mittagstische)
planmässig in den Sommerferien erfolgen. Die Vorbereitungen
dazu sind in vollem Gang. Die bevorstehende, dringend notwendige
Sanierung der Fenster im Schulhaus Moos sowie die Umgestaltung
der Vorräume aufgrund feuerpolizeilicher Vorschriften bedingen
für die Züglete eine ausgeklügelte, generalstabsmässige
Planung.
Der Turnbetrieb in der neuen Zweifachhalle wird wie bereits gemeldet
nach den Herbstferien aufgenommen.
Mit der baulichen geht auch die finanzielle Entwicklung einher
– leider auf nicht ganz so erfreulichem Weg. Die Ausführungsplanung
ist grösstenteils abgeschlossen, die Submissionen mit wenigen
kleineren Ausnahmen. Dadurch sind präzisere Aussagen zur
Kostenlage möglich.
Wie bereits im Februar an dieser Stelle berichtet, haben unvorhersehbare
Altlasten, eklatant höhere Rohstoffpreise (z.B. Stahl, Öl)
sowie die bereits früher erwähnte aussergewöhnlich
schlechte Witterung in verschiedenen Bereichen Mehrkosten verursacht.
Beim heutigen Wissensstand zeigt sich leider auch, dass die ersten
Kostenplanungsarbeiten nicht in allen Bereichen optimal durchgeführt
wurden. Der Grund lag teilweise in zu optimistischen Kostenprognosen.
Bei einigen Ausmassen und Einheitspreisen wurde die Menge resp.
der Preis zu tief kalkuliert, was jetzt trotz konsequentem und
kompromisslosem Kostenmanagement durch die Projektkommission und
das unabhängige Controlling negativ zu Buche schlägt.
Der Controller als Vertreter der Bauherrschaft und die Projektkommission
zusammen mit dem Planerteam setzen aufgrund einer kontinuierlichen
Kostenkontrolle alles daran, die Ausgaben nicht weiter wachsen
zu lassen. Zur Zeit beträgt die prognostizierte Ueberschreitung
des indexierten Kredits 5,8%, was innerhalb der SIA-Norm liegt.
Kündigung/Neuanstellungen
Nach Jahren kompetenter und von aussergewöhnlichem Einsatz
geprägter Mitarbeit an der Schule Rüschlikon hat sich
die Schulsekretärin, Maja Bischofberger, für eine Neugestaltung
ihrer beruflichen Tätigkeit entschieden. Die gesamte Schule
bedauert dieses Ausscheiden sehr und dankt M. Bischofberger bereits
an dieser Stelle für ihre grossen Dienste.
Die Stelle ist ausgeschrieben, und die Schulpflege wird alles
daran setzen, einen reibungslosen Uebergang sicher zu stellen.
Das diesjährige Jahresschlussessen wird den würdigen
Rahmen bilden, um all die aus der Schule austretenden Angestellten,
Lehrpersonen und Behördenmitglieder zu verabschieden.
Für die im kommenden Schuljahr frei werdenden Lehrerstellen
hat die Schulpflege folgende Personen angestellt:
Primarschule: Ariane Oesch (1. Klasse Moos), Cécile Schwizer
(3. Klasse Moos), Michèle Gross (Teamteaching 5. Klasse
Moos mit Marlise Beerli), Anja Good (4. Klasse Dorf)
Gegliederte Sekundarschule: Eveline Tschurr (Jahrgangsteam 1.
Oberstufe), Roland Gautschi (Sportunterricht)
Schulpflege Rüschlikon
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