Der unter einem reisserischen Titel publizierte
Artikel von S. Häne zum Vorhaben der Schulpflege, in Rüschlikon
versuchsweise Schulsozialarbeit einzuführen, hat bei manchen
Lesern und Leserinnen den Eindruck geweckt, in der Schule Rüschlikon
herrsche eine von Überforderung, sozialen Problemen und Missständen
geprägte Atmosphäre. Entsprechend hat der Artikel besorgte
Reaktionen provoziert.
Die Schulpflege hält dazu fest:
-Die grosse Mehrheit der Schülerinnen und Schüler unserer
Schule sind leistungswillig, gut integiert und sozial kompetent.
Lehrpersonen, Klassen und Elternschaft arbeiten grossmehrheitlich
konstruktiv zusammen.
-Für Schülerinnen und Schüler mit persönlichen,
sozialen oder familiären Problemen bietet die Schule Rüschlikon
schon jetzt vielfältige Unterstützung, angefangen bei
Hilfestellungen der Klassenlehrpersonen und der Schulleitung über
ausscherschulische Betreuung und Integrative Schulungsform (ISF)
bis hin zur psychologischen Betreuung, Suchtprävention etc.
Wo nötig werden auch Disziplinarmassnahmen ergriffen, externe
Fachstellen beigezogen oder mit dem Sozialamt der Gemeinde oder
der Polizei zusammengearbeitet.
-Es ist jedoch festzustellen, dass die Belastung der Schule durch
soziale, erzieherische und familiäre Probleme von einzelnen
Schülerinnen und Schülern zunimmt - auch in Rüschlikon.
Wie viele andere Schulen plant deshalb auch Rüschlikon die
Einführung von Schulsozialarbeit. Ziele sind: Niederschwellige
Beratung und Begleitung von Schülern oder Klassen, Prävention
und Prophylaxe, Unterstützung und Entlastung der Lehrpersonen.
Dieses Projekt soll während zwei Jahren erprobt werden. Sind
die Erfahrungen positiv, soll der Gemeindeversammlung dann ein
Antrag auf definitive Einführung unterbreitet werden.
Dieser Beschluss der Schulpflege soll einen Beitrag dazu leisten,
das insgesamt gute Klima zu erhalten, auf die genannten Entwicklungen
angemessen zu reagieren und so die Voraussetzungen für einen
reibungslosen und erfolgreichen Schulbetrieb zu schaffen.
Schulpflege Rüschlikon
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