| GULLIVER ENTFALTET WIRKUNG
Kontinuierlicher Baufortschritt
Mit dem sichtbaren Baufortschritt auf dem Schulhausareal Dorf
findet die Planung rund um den GULLIVER und seine künftige
Nutzung vermehrtes öffentliches Interesse. Ende April wird
eine konkrete Prognose über den Abschluss der Bauarbeiten
möglich sein.

Der Bezug des Gebäudes ist auf den Beginn des neuen Schuljahres
und die Einweihung auf das Wochenende vom 9./10. September festgelegt
worden. Dann soll der Neubau der Öffentlichkeit präsentiert
und in seiner ganzen Nutzungsvielfalt einer ersten Feuerprobe
unterworfen werden. Neben den sportlichen Highlights werden ein
grosser kultureller Anlass sowie verschiedene Vereinsaktivitäten
auf dem Programm stehen.
Seitens der Schule wird die Umnutzung der durch den Umzug frei
werdenden Schulräume vorbereitet. Gleichzeitig wird das schon
für die alte Turnhalle bestehende Reglement überarbeitet,
welches Betrieb und Miete der Räume durch die verschiedenen
Vereine und Benützergruppen regelt.
Am Ende des Kalenderjahres 2005 waren über 90% der Submissionen
getätigt. Dabei musste festgestellt werden, dass die Bauteuerung
wieder angezogen und das Ansteigen der Rohölpreise zu Kostensteigerungen
geführt hat (rund CHF 150'000). Zudem mussten im gleichen
Umfang unvorhergesehene Arbeitsleistungen erbracht werden (u.
a. Entfernung von Trümmerresten der Ur-Turnhalle). Zum aktuellen
Zeitpunkt muss davon ausgegangen werden, dass inklusive der oben
erwähnten unvorhergesehenen Kosten mit einer Überschreitung
des Gesamtkredites um rund 4% zu rechnen ist. Damit bewegen sich
die voraussichtlichen Abweichungen vom Kostenvoranschlag absolut
im Rahmen der SIA-Normen.
Die Baukommission ist nach wie vor gefordert, in allen Bereichen
der Planung und Baurealisation die Kosten unter die Lupe zu nehmen,
um mögliche Kostenoptimierungen vorzunehmen - selbstverständlich
ohne dabei die Qualität des Bauobjektes zu schmälern.
Anschauungsunterricht für die
Berufswahl
Zur Zeit sind auf der Baustelle die verschiedensten Berufssparten
vertreten. Dies ermöglicht es insbesondere den Oberstufenschülerinnen
und –schülern, vor Ort einen direkten Einblick in die
Arbeitsweise- und organisation der einzelnen Gewerbe zu erhalten.
Die Möglichkeit zu Gesprächen mit Bauleitung und Fachleuten
bietet anlässlich der Berufswahl eine ideale Gelegenheit,
in Ergänzung zu theoretischen Informationen und Schnupperlehren
vor Ort die Praxis zu erleben
Submissionsverordnung issionsverordnung
Das öffentliche Beschaffungswesen nimmt für die Vergabe
von Bauaufträgen einen wichtigen Stellenwert ein. Der Handlungsspielraum
der Vergabestellen ist aufgrund der starken Reglementierung eng
begrenzt. Die Schulgemeinde Rüschlikon untersteht als Vergabestelle
den Regeln des öffentlichen Beschaffungswesens (kantonales
Beitrittsgesetz/Submissionsverordnung). Unter anderem sind die
Vergabegrundsätze "Nichtdiskriminierung und Gleichbehandlung
der Anbietenden", "Wirksamer Wettbewerb" und "Grundsatz
der wirtschaftlichen Verwendung öffentlicher Mittel"
einzuhalten.
Eine Bevorzugung von Anbietern allein aufgrund regional- oder
strukturpolitischer Gründe ist unzulässig. Abhängig
vom jeweils massgebenden Schwellenwert für Lieferungen, Dienst-
und Bauleistungen pro Arbeitsgattung ist die Vergabestelle zu
Ausschreibungen im "offenen / selektiven Verfahren"
oder im "Einladungsverfahren" verpflichtet. Beim offenen
und beim selektiven Verfahren werden die zu vergebenden Arbeiten
öffentlich publiziert. Ein Anbieter muss gewisse Eignungskriterien
erfüllen, damit sein Angebot anhand der im Voraus definierten
Zuschlagskriterien beurteilt werden kann.
Bei einer Submission nach dem Einladungsverfahren werden nur geeignete
Anbieter, wenn möglich auch solche aus der Region, zur Offertstellung
eingeladen. Als Zuschlagskriterien (bei den Ausschreibungen deklariert)
werden bei den Vergaben im Projekt "Gulliver" Preis,
Qualität von Referenzobjekten des Anbieters, Terminerreichung/Leistungsfähigkeit
und Lehrlingsanteil berücksichtigt, um das wirtschaftlichste
Angebot zu bestimmen.
Die Schulgemeinde Rüschlikon hat bei den Vergaben im Zusammenhang
mit dem Bauvorhaben „Gulliver“ im Rahmen ihres Handlungsspielraums
auf die Anliegen des lokalen Gewerbes Rücksicht genommen.
Wahl des Schulleiters für Primarschule/Kindergarten
Für das laufende Schuljahr haben Marlise Beerli als Schulleiterin
und Daniela Brander als Co-Schulleiterin interimistisch die Führung
der Schuleinheit Primarschule/Kindergarten übernommen. Mit
dieser Lösung gewann die Schulpflege genügend Zeit für
ein sorgfältig durchgeführtes Wahlverfahren zur Neubesetzung
der Schulleiterstelle per August 2006. Schulpflege und Lehrerteam
Primarschule/Kindergarten haben sich mit Ueberzeugung für
Andreas Baer (Jahrgang 1964) entschieden. Er verfügt neben
einer kaufmännischen Grundausbildung und mehrjährigen
Lehrerfahrung an der Mittelstufe über breit gefächerte
zusätzliche Kompetenzen: Zusatzdiplom Englisch, Kontaktlehrperson
für Gewaltprävention, Weiterbildung in Konfliktmanagement,
Aufbau und Leitung einer AIKIDO-Schule. Marlise Beerli hat sich
zur Uebernahme der Ko-Leitung bereit erklärt.
Die Schule freut sich, mit diesen Leitungspersonen die anhaltend
hohen Anforderungen im schulischen Bereich weiterhin in Angriff
zu nehmen und wünscht A. Baer in seiner neuen Funktion und
M. Beerli in ihrer bereits erprobten Tätigkeit viel Erfolg.
Schliessung des Kindergartens Oetikergut
auf das neue Schuljahr
Der Kindergarten Oetikergut wird ab Sommer 2006 ins Schulhaus
Moos verlegt. Die Kindergartenklassen bleiben bestehen. Frau Anja
Halbeisen und Frau Barbara Ruscelli werden weiterhin unterrichten.
Im Schulhaus Moos wird es somit wieder zwei Kindergärten
geben.
Obwohl der Kindergarten Oetikergut sehr zentral gelegen ist, haben
folgende Argumente zum Entscheid für den Umzug geführt:
Die Räume sind zwar sehr schön, aber zu klein; die Gartennutzung
ist unbefriedigend. Der Kindergarten ist im ersten Stock ohne
direkten Zugang ins Freie; die Lage neben dem Betreibungsamt und
der Schlichtungsbehörde erlaubt es nicht, den Vorraum zu
nutzen; der Weg zwischen Kindergarten und Hort oder Mittagstisch
wird erheblich kürzer und sicherer.
Die Eltern der betroffenen Kinder wurden von der Schulpflege informiert.
Schulpflege Rüschlikon
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