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Schulpflegepräsident Markus Tavernier freute sich, das Projekt Gulliver starten zu dürfen.

von ANJA MÜLLER
Bericht aus dem Thalwiler Anzeiger vom 11. Nov. 2004
Am Montagnachmittag versammelten sich Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde, der Schulpflege und der Lehrerschaft sowie die Baukommission, das Architekten- und Planerteam und einige Anwohnerinnen und Anwohner zum offiziellen Spatenstich, der den Konstruktionsbeginn der neuen Zweifachturnhalle symbolisierte. Die Bauarbeiten enden voraussichtlich im Frühling 2006.

Mit dem Spatenstich, dem traditionellen Symbol für einen Baubeginn, wurde am vergangenen Montagnachmittag der erste Schritt zur Realisierung des Projekts Gulliver getan,welches die Konstruktion der neuen Zweifachturnhalle mit Mehrzwecknutzung und Schulraumergänzung zwischen Gemeindehaus und Primarschulhaus beinhaltet. Der symbolische Akt wurde unter Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern der politischen Gemeinde, der Schulpflege, der Lehrerschaft sowie der Bau- und Projektkommission und des Architektenteams zelebriert. Ausserdem wohnten einige interessierte Rüeschlikerinnen und Rüeschliker der Veranstaltung bei.

Die Schülerinnen und Schüler der Primar- und Oberschule, die bereits am Morgen über die zukünftige Baustelle, deren Etappen und Ziele informiert und ebenso auf die Gefahren und Vorsichtsmassnahmen hingewiesen wurden, spähten nun neugierig durch die Gucklöcher der bereits installierten Stellwände und aus den Fenstern des anliegenden Primarschulhauses auf den Ort des Geschehens.


Bedeutungsvolles Vorhaben
Schulpflegepräsident Markus Tavernier hiess die Anwesenden willkommen und betonte, dass die entstehende Turnhalle ein grosser Fortschritt, einerseits für die Bildung, anderseits zur Aufwertung der Gemeinde darstelle: «Das Ja der Stimmbevölkerung vom 26. September zu diesem Projekt ist nicht nur eine Investition in die Bildung, sondern auch ein Beweis für das Vertrauen in die Jugend. Es ist mir eine Ehre, ein solch bedeutungsvolles Vorhaben realisieren zu dürfen.» Einen grossen Dank sprach Markus Tavernier dem Abgeordneten des Gemeinderats in der Schulpflege, Hanspeter Draeyer, für seinen enormen Einsatz aus. Er hoffe, bemerkte der Schulpflegepräsident schmunzelnd, dass das Budget reiche, um zum Abschluss der Bauarbeiten, die voraussichtlich im Frühjahr 2006
beendet werden, mit einem Glas Champagner auf den modernen Neubau anstossen zu können.

Auch ein Abschied
Der Architekt Raphael Schmid erklärte, dass dies auch für ihn ein besonderer Tag sei, den er schon lange freudig erwartet hätte.


Rund eineinhalb Jahre sei es her, seit er mit seinem Partner Christoph Ramser die ersten Pläne für das Vorhaben erstellt hätte. «Für uns ist der Übergang von der Planung zur Verwirklichung ein aufregender Moment und wir freuen uns schon jetzt auf den Anblick des neuen Gebäudes.»


Natürlich sei dieser Spatenstich auch ein Abschied von der alten Turnhalle, mit der viele Erinnerungen verbunden seien, fügte der Architekt hinzu: «Ich habe aber die Hoffnung, dass in einigen Jahren auch der Anblick der neuen Halle bei den Rüeschlikerinnen und Rüeschlikern viele gute Erinnerungen hervorrufen wird».

Gutes oder schlechtes Omen?
Heute werde der Spatenstich zwar nicht mehr mit der Schaufel, sondern mit einem Bagger durchgeführt, bemerkte anschliessend der Vertreter des Planerteams, Walter Pasquale: «Dies bedeutet jedoch nicht, dass er weniger bedeutungsvoll wäre. Im Gegenteil.» Es sei besonders wichtig, dass dieser Spatenstich korrekt und reibungslos über die Bühne gehe, da andernfalls die gesamte Bauphase unter einem äusserst schlechten Omen stehe, verkündete er schmunzelnd. Dies führe dazu, dass, falls Markus Tavernier das Handwerk des Baggerführers nicht optimal ausführe, die Prozedur so lange wiederholt werden müsse, bis man seine Leistung anstandslos akzeptiere. Glücklicherweise bewies der Schulpflegepräsident, wie auch Hanspeter Draeyer und Brigitte Ochsner ihr Können hinter dem Steuerknüppel des Baggers, so dass man der Projektrealisierung beruhigt positiv entgegen sehen kann. Bei einem Apéro in der noch bestehenden Turnhalle wurde der Anlass schliesslich abgeschlossen. Am Dienstag fuhr dann ein noch grösserer Bagger in das Gelände ein, mit dem in diesen Tagen die Abbrucharbeiten vollzogen werden. Architekt Raphael Schmid freute sich bereits auf den Anblick des Neubaus.
Schulpflegepräsident Markus Tavernier freute sich, das Projekt Gulliver starten zu dürfen.