Von Daniel Kosch
Vom Anagramm des Schulleiters Jürg Walter über die Rede des Schulpräsidenten in der Mitte des Abends bis zur Zugabe des Kabarett- und Schauspielerduos "Schön und Gut" - Sprachwitz und Wortspiele prägten das Jahresschlussessen der Schule Rüschlikon, über das deshalb für einmal nicht in chronologischer, sondern in alphabetischer Reihenfolge berichtet wird.

Abschluss eines Schuljahres und damit Abschied von Verena Arnold, Barbara Deplazes, Roland Gautschi, Verena Hutter, Petra Keim, Susan Keller, Sibylle Vogel, René Vuk, Marlies Widmer, Ursula Zuzak. Ihnen allen wird gedankt für Engagement und gute Zusammenarbeit zum Wohl der Kinder und der gesamten Schule.

Baradiesische Zustände für jene, die für den Schlummertrunk nicht noch ans Zürifäscht fahren wollen: Nach dem offiziellen Teil wird die Bar eröffnet und es gibt Musik, Drinks und Snacks - charmant serviert von Kindergärtnerinnen, Lehrpersonen und Schulpflegerinnen.

Charmant ergänzte Doris Rieser die Dankesworte des Schulpräsidenten für Dienstjubiläen und scheidende Lehrkräfte mit Blumen und Geschenken.

Dienstjubiläen von fünf Jahren werden erwähnt, aber Blumen und Geschenke gibt's erst von zehn Jahren an aufwärts: Marlise Beerli, Tina Kaufmann, Barbara Linsi, (10 Jahre), Christine Länger (15), Marcel Vuillemin (20). Zum 35-jährigen Jubiläum siehe unter E.

Erwin Huber nimmt seit 35 Jahren am Jahresschlussessen teil. Es wäre interessant von ihm zu hören, wie sich dieser Anlass entwickelt hat. Noch interessanter aber wäre ein Bericht über den Wandel der Oberstufe in dieser Zeit. Manche Schulpfleger und Lehrpersonen waren noch "hinter den Wolken" oder "in den Windeln", als Erwin Huber als Reallehrer begann. Dass ausgerechnet der amtsälteste als Computerkustos die modernste Technologie auf dem neuesten Stand hält, ist tröstlich: Anders als in der Welt der Elektronik ist ein "update" auch nach Jahrzehnten noch möglich. Herzlichen Glückwunsch!

Finanzen: s. unter G wie Geld.

Geld ist mindestens am Schulpflegertisch auch an diesem Abend ein Thema. Obwohl weder das Essen noch das Programm Wünsche offen lassen, wird diskutiert, ob das Budget nicht erhöht werden muss. Der ansonsten sehr gesprächige und gut gelaunte Schulgutsverwalter schweigt in dieser Phase des Gesprächs diskret.

HURQ ist für einmal eine Helvetische und keine Englische Abkürzung: Der hohe Heimat- und RütliQuotient ist laut "Schön und Gut" dafür verantwortlich, dass die direktdemokratischen Schweizer bei der PISA-Studie (s. unter P) besser abschnitten als die Deutschen.

Irritationen gab es dies Jahr keine - über den Lehrerstreiktag, der vor Jahresfrist für solche sorgte, hat man sich zwischenzeitlich ausgesprochen und das traditionell gute Einvernehmen zwischen Behörde und Lehrerschaft wieder gefunden.

Jubiläen: s. unter D wie Dienstjubiläen.

Königlich sollte der Abend werden - so wünschte es die OK-Präsidentin in Anspielung auf den Ort des Geschehens: Das Restaurant Drei Könige in Richterswil. Blaublütige habe ich allerdings keine gesehen, weder zu Beginn noch am Ende des erfreulichen Anlasses.

Leins, Dominique, ist die neue Chefin des OK-Jahresschlussessen. Unterstützt wurde sie von Ruth Lang, Peter Müller, Michael Pfrunder, Doris Weber und Markus Tavernier. Letzterer als Sponsor des Aperitifs und Hauptredner des Abends (s.unter T).

Melancholie prägte höchstens die Stimmung jener, die die Schule Rüschlikon verlassen. Bei den anderen dominierte die Vorfreude auf die Sommerferien die Schwermut darüber, dass wir in nur zwölf Monaten schon wieder ein Jahr älter geworden sind.

Nachtisch: Da D wie Dessertbuffet schon anderweitig vergeben ist (s.o.), sei mit dem bei uns eher ungebräuchlichen hochdeutschen Begriff auf die reich- und kalorienhaltige Auswahl hingewiesen, die das Essen ab- und den Bauch des Autors dieses Artikels aufrundete.

Obwohl (oder gerade weil?) von der Bildungsdirektion aus der Liste der Oberstufenschulen im Kanton schon fast weggespart, erfreut sie sich bester Gesundheit. Die Schulpflege wird sich dafür einsetzen, dass das so bleibt.

PISA, häufig zitierte Untersuchung zur Qualität der Schulen im internationalen Vergleich bedeutet gemäss dem Duo "Schön und Gut": Pädagogen Irren Schliesslich Auch. Pädagoginnen und Schulpflege müssen sich nicht angesprochen fühlen - und die anwesenden Lehrer nehmen die Ironie gelassen, zumal Lehrer(in) immer mehr zum Frauenberuf wird.

Qualitätsdiskussionen gelten für einmal nicht der Schule, sondern dem Wein. Der weisse Chardonnay und der rote Primitivo di Salento erhalten Noten von "gut" bis "sehr gut".

Rueschlikon - aus den 11 Buchstaben des Ortsnamens lassen sich über 500 mehr oder weniger sinnvolle Anagramme bilden, darunter der Name "Erich Konsul" aber auch die (schul- oder kommunalpolitische?) Forderung: "Rueck ihn los!".

Schön & Gut nennt sich das Duo, das mit Wort- und Schauspiel, Politik und Musik, Charme und Ironie für geistreiche Unterhaltung sorgte. Als Träger des grössten Kleinkunstpreises, dem Salzburger Stier, sind sie mehr als Geheimtipp.

TaVernier, Markus, identifiziert sich als Schulpräsident so sehr mit dem TaV-Projekt unserer Schule, dass er die Abkürzung schon im Namen trägt. Am Rande des Jahresschlussessens war zu vernehmen, dass er mit zwei Behördenkollegen tags darauf, am Samstag um 17 Uhr, an einer Sitzung zum Thema "kantonale Sparmassnahmen" teilnehmen werde, was bestätigt: Nomen est omen.

Urnenabstimmungen zu kommunalen Vorhaben sind in Rüschlikon selten. Das Turnhallen- und Mehrzweckprojekt "Gulliver" kommt schon bald nach den Sommerferien an die Urne. Jene, die dafür die Hauptverantwortung tragen, werden es sich leider kaum leisten können, fünf Wochen nicht an die Schule zu denken!

VV ist eine alte, basisdemokratische Abkürzung für Vollversammlung, die von "Schön und Gut" mit feinem und präzisem Humor inszeniert wird. Heute nennt sich das Schulkonferenz oder Schulpflegesitzung, aber noch immer hoffen alle, dass unter Verschiedenes nicht noch schlafende Hunde geweckt, Zeit verschwendet und der Übergang zum gemütlichen Teil oder in die Freizeit verantwortungslos verzögert wird.

Wettermässig hatten die OrganisatorInnnen Glück: Zum Apéro im Freien schien die Abendsonne.

Xylophon habe ich keines gehört und auch der Xang (neue Rechtschreibung für "Gesang") des früher obligatorisch erklingenden "Seebuebelied" war nicht zu vernehmen - kein Eintrag unter X!

Yvonne kommt an unserer Schule als Vorname vor - aber mehr fällt mir zu diesem Buchstaben nicht ein.

Zuletzt: trotz Züri-Fäscht waren viele da - und dank Züri-Fäscht fuhr die S-Bahn die ganze Nacht durch, nach Rüschlikon oder für Nachtmenschen nach Zürich. Hoffen wir, dass das Feuerwerk dort auch die (Spar- und) Bildungsdirektion erleuchtet hat. Dann wäre die halbe Million fürs Feuerwerk gut investiertes Geld.