Rüschlikon: Erfolgreicher Abschluss des Versuchs Teilautonome Volksschule (TaV) an der Oberstufe.

Die gegliederte Sekundarschule Rüschlikon beteiligte sich während drei Jahren, von 1999 bis zum Abschluss des laufenden Schuljahres, am kantonalen Versuch ‚Teilautonome Volksschule'. Schulpflege und Oberstufen-Team blicken auf intensive und arbeitsreiche drei Jahre zurück. Wie die Verantwortlichen betonen, sei die Versuchsphase für alle Teile, Behörde, Lehrpersonen, Eltern und Schüler sehr positiv verlaufen.

Von René Kummer
"Teilautonome Volksschule ist einfach gesagt der Schritt von ‚Ich und meine Klasse' hin zu ‚Wir und unsere Schule'. Um diesen Schritt, so einfach er scheint, vollziehen zu können, müssen in unserem Schulsystem zahlreiche Änderungen durchgeführt und Voraussetzungen geschaffen werden. Voraussetzungen, die von allen Beteiligten neben Arbeit und Engagement, auch ein hohes Mass an Flexibilität und Toleranz erfordern.



Schulpflegerin Brigitte Ochsner bespricht mit Schulleiter Stefan Bruhin die Ergebnisse einer Elternumfrage. (Foto: RK)


Oberstufe Rüschlikon positive Erfahrungen mit TaV
1993 ist in Rüschlikon die Gegliederte Sekundarschule eingeführt worden, eine Schulform, die von den Lehrpersonen sowohl eine hohe Teamfähigkeit, den Willen zur Zusammenarbeit, als auch viel Toleranz erfordert. Nicht zuletzt aus dem Grund, dass Rüschlikon bereits mit dieser Schulform mehrjährige Erfahrungen besass, wurde die Oberstufe von der kantonalen Bildungsdirektion 1999 in den TaV Versuch miteinbezogen. Mit dem nun zu Ende gehenden Schuljahr ist die dreijährige Versuchsphase abgeschlossen.
Voraussichtlich werden die Stimmberechtigten des Kantons Zürich im kommenden Herbst (November) über das neue Volksschulgesetz zu befinden haben. Die Einführung der teilautonomen Volksschule ist ein wichtiger Bestandteil dieses Gesetzes. Der Rüschliker Oberstufenschulleiter Stefan Bruhin sowie die für den Bereich ‚Oberstufe' verantwortliche Schulpflegerin Brigitte Ochsner sind zusammen mit der gesamten Schulbehörde sowie dem Oberstufenteam von der Teilautonomen Volksschule überzeugt und hoffen, dass der Souverän die Vorlage zur definitiven Einführung im kommenden Herbst annehmen wird. <<<

Oberstufe Rüschlikon positive Erfahrungen mit TaV
1993 ist in Rüschlikon die Gegliederte Sekundarschule eingeführt worden, eine Schulform, die von den Lehrpersonen sowohl eine hohe Teamfähigkeit, den Willen zur Zusammenarbeit, als auch viel Toleranz erfordert. Nicht zuletzt aus dem Grund, dass Rüschlikon bereits mit dieser Schulform mehrjährige Erfahrungen besass, wurde die Oberstufe von der kantonalen Bildungsdirektion 1999 in den TaV Versuch miteinbezogen. Mit dem nun zu Ende gehenden Schuljahr ist die dreijährige Versuchsphase abgeschlossen. Voraussichtlich werden die Stimmberechtigten des Kantons Zürich im kommenden Herbst (November) über das neue Volksschulgesetz zu befinden haben. Die Einführung der teilautonomen Volksschule ist ein wichtiger Bestandteil dieses Gesetzes. Der Rüschliker Oberstufenschulleiter Stefan Bruhin sowie die für den Bereich ‚Oberstufe' verantwortliche Schulpflegerin Brigitte Ochsner sind zusammen mit der gesamten Schulbehörde sowie dem Oberstufenteam von der Teilautonomen Volksschule überzeugt und hoffen, dass der Souverän die Vorlage zur definitiven Einführung im kommenden Herbst annehmen wird. <<<

TaV erhöht die Lebensqualität an der Schule
Der Kanton gibt den generellen Rahmen zur neuen Schulform vor. Das Gefäss TaV muss dann allerdings von der Basis, den einzelnen Schulgemeinden mit lebendigen Inhalten gefüllt werden. Die grössere Freiheit in manchen Bereichen und auf verschiedenen Ebenen erfordert von allen Beteiligten ein hohes Mass an Verantwortungsbewusstsein, gepaart mit Fantasie und Begeisterungsfähigkeit. Wie Stefan Bruhin erklärte, seien gerade die zuletzt erwähnten Punkte an den Elternabenden in Umfragen durchwegs positiv beurteilt worden. Er wies auch auf die im Leitbild formulierten generellen Zielsetzungen und Schwerpunkte hin, die vom Team der Gegliederten Sekundarschule zusammen mit den Vertretern der Schulbehörde erarbeitet worden sind. Generell haben sich Lehrerinnen und Lehrer auf einige wenige Ziele konzentriert, diese aber mit aller Kraft zu erreichen versucht. Es galt vorhandene Ressourcen noch besser zu nutzen, funktionelle Abläufe einzurichten, generell Qualitätsverbesserungen zu erzielen und damit ganz allgemein die Lebensqualität an der Schule zu erhöhen. <<<

Pädagogische Schwerpunkte
Pädagogische Schwerpunkte sah und sieht man in der Schulung und Integration schwächerer Schülerinnen und Schüler sowie in der jahrgangsübergreifenden Zusammenarbeit. Auch die Persönlichkeit und die Stärken schwächerer Glieder der Lerngruppen seien in diesem Umfeld gut zum Tragen gekommen. Sie wurden grösstenteils innerhalb der Klassen, und nicht mit isolierten Einzellektionen, gefördert. Wo notwendig geschah dies in Absprache mit dem Schulpsychologischen Dienst in Horgen. In jahrgangsübergreifenden Gruppen erarbeitete man verschiedene Themenbereiche und förderte so ganz allgemein den Zusammenhalt der einzelnen Klassen untereinander. Viel Gewicht legten Schulleitung und Schulpflege bezüglich der Qualitätssicherung auch auf die Weiterbildung des Lehrerteams. Wie Stefan Bruhin betonte, sei gerade dieser wichtige Punkt im TaV Schulbetrieb einfacher zu erreichen, liege die Weiterbildung doch zum grossen Teil im Entscheidungsbereich der Schule. Neben den traditionellen Schulbesuchen durch die Aufsichtsbehörde ist ein sogenanntes Hospitationskonzept eingeführt worden, in dem die Lehrer auf gegenseitiger Basis die Klassen ihrer Kollegen besuchen und darauf klare und gut fundierte Rückmeldungen geben. Ein Konzept, das sehr wertvoll sei und gute Erfolge zeitige, sagte der Schulleiter und führte abschliessend aus, dass man bezüglich Elternbeteiligung am TaV inskünftig etwas mehr tun wolle, um in diesem wichtigen Bereich ein vermehrtes Engagement zu erreichen. Dasselbe gelte auch für die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler in Schüler- und Klassenräten. "Immerhin können wir hier auf zwei erfolgreiche Projekte hinweisen, Pausenkiosk und Schüler-Aufenthaltsraum, die gut laufen." <<<

Schulbehörde stand dem Versuch stets positiv gegenüber
Von Seiten der Schulpflege bedeutete Brigitte Ochsner, dass die Behörde dem TaV Versuch sehr positiv gegenübergestanden sei und dem Projekt die notwendige, auch finanzielle, Unterstützung und Begleitung gewährt habe. "Es hat sich klar herausgestellt, dass es viel besser ist, von allem Anfang an einem Projekt beteiligt zu sein und dieses dadurch auch mitgestalten und prägen zu können. So verfügen wir heute über zahlreiche wertvolle Erfahrungen. Damit ist die Oberstufe Rüschlikon bestens für die definitive Einführung der Teilautonomie gerüstet, erklärte Brigitte Ochsner abschliessend, und wies darauf hin, dass nun auch die Primarschule Rüschlikon in einem dreijährigen Versuch nach dem Prinzip der Teilautonomen Volksschule geführt werde. <<<