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Für einmal waren es nicht die Geräusche des Gulliver-Bauwerkes,
die unser Team durch den Tag hindurch begleiteten. Bauen war
zwar auch heute angesagt, diesmal aber in Hettlingen, in der
Nähe von Winterthur. In einem schönen alten Einfamilienhaus
wurden wir um 8.00 Uhr morgens von Kursleiter Matthias, mit
dessen Frau und Kindern herzlich begrüsst. Sogleich führte
er uns in sein Atelier, vorbei an verschiedenen originellen
Musikinstrumenten. Fürs richtige Ambiente war damit gesorgt,
und so stiegen wir nach einer kurzen Erklärung von Matthias
auch gleich begeistert in die Arbeit ein.

Bald schon schliffen die einen in der Holzwerkstatt an ihrem
Digeridoo (australisches Holz-Blasinstrument) und sahen dank
dicker Staubschicht bald schon um Jahre älter und wie
von einem anderen Kontinent aus.

Derweil machten sich die andern, durch australische Bilder
auf die DOWN UNDER–Welt eingestimmt, an die Entwürfe
der Bemalung ihres Musikinstrumentes. Kängurus, Echsen,
Schlangen, Koalabären und vielfältige Muster zierten
schon bald unsere Papiere. Zwei Lehrpersonen hatten sich anstelle
eines Digeridoos den Bau einer Trommel zum Ziel gesetzt und
waren ebenfalls fleissig mit der Bearbeitung des Holzrahmens
beschäftigt.

Die Stunden verflogen, die Musikinstrumente nahmen je länger
je mehr Form an und die immer wieder ruhigen Sequenzen in
der Werkstatt zeugten von konzentrierter Arbeit.
Die Anfertigung des Digeridoo-Mundstückes und der Trommel-Überzug
waren der krönende Abschluss unseres Künstlertages.
Abermals wurde beim Kneten der Wachsmasse fürs Digeridoo
Geduld verlangt, was nach diesem arbeitsintensiven Tag nicht
allen leicht gelang.

Auf der Rückfahrt wurden auf den Rücksitzen der
Autos eifrig in die zuvor weitgehend unbekannten Instrumente
gepustet. Es freute die einen ungemein, wenn es ihnen gelang,
ihrem neu gebauten Prunkstück einen Ton zu entlocken.
Übung macht den Meister! Dabei behilflich ist uns fortan
bestimmt die erhaltene CD mit Klangbeispielen und Spielanleitungen
für Anfänger, Fortgeschrittene und weit Fortgeschrittene.
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Die Trommelbauerinnen haben es da einfacher, auf ihren Instrumenten
Töne hervorzubringen. Allerdings benötigen auch
sie Talent und Ausdauer dazu, diese rhythmisch gefällig
zu gestalten. Aus Platzgründen verzichteten sie rücksichtsvoll
auf Vorführungen während der Fahrt.

Mit einem feinen australischen Essen liessen wir den Tag bei
munterem Geplauder zufrieden ausklingen. Bestimmt wird man
in der nächsten Zeit in Rüschlikon und Umgebung
noch oft Trommel-Wirbel und Digeridoo-Klänge vernehmen.
Seien Sie also auf der Hut!
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