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Barbara Hiestand
Der Montagmorgen
begann mit zwei Geschichten, in denen Kinder Situationen zu
bestehen hatten, die sehr viel Mut brauchten. Da diese Geschichten
sehr realitätsnah waren, war sofort auch genug Gesprächsstoff
vorhanden, um über eigene Erlebnisse zu berichten. Die
Aufgabe an die Schüler war: Macht eine Zeichnung von
einem Erlebnis, wo ihr viel Mut brauchtet. Diese Zeichnungen
wurden dann vom jeweiligen Kind vor der ganzen Klasse kommentiert
(was auch wieder Mut brauchte).
Am Nachmittag erlebten die Kinder in der Turnhalle an verschiedenen
Posten andersartige Aufgaben, bei denen die Erstklässler
zum Teil ganz schön mutig sein mussten.
Die Hausaufgabe auf den Dienstag lautete: Ein Kleidungsstück
anziehen mit dem es Mut braucht auf die Strasse zu gehen.
Mit der mutigen Bekleidung startete der Dienstag.
Es waren z.T. sehr einfallsreiche, lustige und gewagte "Umkleidungen"
zu sehen. Die 5. Klässler, also die Göttis und Gotten,
haben zudem am Dienstagmorgen den Erstklässlern beim
Räbenschnitzen geholfen! Auch der Umgang mit Schnitzmesser
will gelernt sein. Pflaster haben wir zum Glück nicht
viel gebraucht!
Am Nachmittag ging es dann um Gefühle. Wie fühlen
wir uns in verschiedenen Situationen. Können wir dazu
stehen, darüber sprechen, anderen Kindern und der Lehrerin
davon erzählen? Wir bastelten einen Gefühlsbarometer.
Fünf verschieden gelaunte Smilies sind darauf zu sehen.
Mit einer verschiebbaren Wäscheklammer kann der entsprechende
Gefühlszustand jeweils angezeigt werden.
Während des Mittwochmorgens
brauchte es doch ab und zu etwas Mut. Zuerst nahm die 1. Klasse
zusammen mit der Einschulungsklasse von Petra Wohlwend den
Weg ins Schulhaus Dorf unter die Füsse. Im Musikzimmer
wurden unter der Anleitung des Theaterpädagogen Urs Beeler
verschiedene Aufgaben gespielt und zwar meistens stumm! xxxxxxxxxxx
Es hat den Kindern Spass gemacht, war aber auch anstrengend.
Zum Glück war der Nachmittag schulfrei. Der Räbeliechtliumzug
am Abend war dann doch für die einen oder anderen eine
kleinere Mutprobe. Durch das dunkle Rüschlikon, mit einer
Räbe "bewaffnet", und man wusste nie so genau
wo die Lehrerin oder die Eltern waren.....
Am Donnerstag
kam vor allem das Gefühls-Barometer zum Einsatz. Wir
haben über die schwierigen Gefühlszustände
gesprochen. Und, wir haben auch, gemeinsam Lösungsansätze
die in Konfliktsituationen einsetzbar sind, erarbeitet. Ein
sichtbarer Erfolge der MUT TUT GUT Woche.
Eine nächste Mutprobe folgte am Freitagvormittag,
an der Abschlussveranstaltung der Mut-Woche im Singsaal. Die
einzelnen Klassen mussten den anderen Schülern ein Lied
vorsingen!! Für die Erstklässler nicht ganz einfach.
Aber sie haben dies bravourös gemeistert. Am Freitagnachmittag
durften die Erstklässler im Schwimmbad einige happige
Mutproben erleben, die von der Schwimmlehrerin Isabelle Wicky
vorbereitet wurden. Das erste Mal vom 3-Meter-Sprungbrett
ins Wasser springen, oder blind tauchen! War das eine Aufregung!
Zum Abschluss der Woche stand da noch die Frage, bei was die
Kinder denn besonders viel Mut brauchen. Die Antwort lautete:
In einem ganz dunklen Raum sein, ohne den geringsten Lichtschimmer.
Gesagt getan, es musste niemand mitmachen, aber alle wollten
es probieren. Es ging runter in den Keller des Schulhauses,
in einen Luftschutzraum. Peng, das Licht war aus, die Türe
zu. Stockdunkel! Hurra, gemeinsam bestanden die Schülerinnen
und Schüler auch diese Mutprobe.
Die Kinder gingen aufgestellt ins Wochenende.
Eine gelungene Woche!
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