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2003/2004
2002/2003

     
  Barbara Hiestand

Der Montagmorgen begann mit zwei Geschichten, in denen Kinder Situationen zu bestehen hatten, die sehr viel Mut brauchten. Da diese Geschichten sehr realitätsnah waren, war sofort auch genug Gesprächsstoff vorhanden, um über eigene Erlebnisse zu berichten. Die Aufgabe an die Schüler war: Macht eine Zeichnung von einem Erlebnis, wo ihr viel Mut brauchtet. Diese Zeichnungen wurden dann vom jeweiligen Kind vor der ganzen Klasse kommentiert (was auch wieder Mut brauchte).

Am Nachmittag erlebten die Kinder in der Turnhalle an verschiedenen Posten andersartige Aufgaben, bei denen die Erstklässler zum Teil ganz schön mutig sein mussten.
Die Hausaufgabe auf den Dienstag lautete: Ein Kleidungsstück anziehen mit dem es Mut braucht auf die Strasse zu gehen.

Mit der mutigen Bekleidung startete der Dienstag. Es waren z.T. sehr einfallsreiche, lustige und gewagte "Umkleidungen" zu sehen. Die 5. Klässler, also die Göttis und Gotten, haben zudem am Dienstagmorgen den Erstklässlern beim Räbenschnitzen geholfen! Auch der Umgang mit Schnitzmesser will gelernt sein. Pflaster haben wir zum Glück nicht viel gebraucht!

Am Nachmittag ging es dann um Gefühle. Wie fühlen wir uns in verschiedenen Situationen. Können wir dazu stehen, darüber sprechen, anderen Kindern und der Lehrerin davon erzählen? Wir bastelten einen Gefühlsbarometer. Fünf verschieden gelaunte Smilies sind darauf zu sehen. Mit einer verschiebbaren Wäscheklammer kann der entsprechende Gefühlszustand jeweils angezeigt werden.

Während des Mittwochmorgens brauchte es doch ab und zu etwas Mut. Zuerst nahm die 1. Klasse zusammen mit der Einschulungsklasse von Petra Wohlwend den Weg ins Schulhaus Dorf unter die Füsse. Im Musikzimmer wurden unter der Anleitung des Theaterpädagogen Urs Beeler verschiedene Aufgaben gespielt und zwar meistens stumm! xxxxxxxxxxx Es hat den Kindern Spass gemacht, war aber auch anstrengend. Zum Glück war der Nachmittag schulfrei. Der Räbeliechtliumzug am Abend war dann doch für die einen oder anderen eine kleinere Mutprobe. Durch das dunkle Rüschlikon, mit einer Räbe "bewaffnet", und man wusste nie so genau wo die Lehrerin oder die Eltern waren.....

Am Donnerstag kam vor allem das Gefühls-Barometer zum Einsatz. Wir haben über die schwierigen Gefühlszustände gesprochen. Und, wir haben auch, gemeinsam Lösungsansätze die in Konfliktsituationen einsetzbar sind, erarbeitet. Ein sichtbarer Erfolge der MUT TUT GUT Woche.

Eine nächste Mutprobe folgte am Freitagvormittag, an der Abschlussveranstaltung der Mut-Woche im Singsaal. Die einzelnen Klassen mussten den anderen Schülern ein Lied vorsingen!! Für die Erstklässler nicht ganz einfach. Aber sie haben dies bravourös gemeistert. Am Freitagnachmittag durften die Erstklässler im Schwimmbad einige happige Mutproben erleben, die von der Schwimmlehrerin Isabelle Wicky vorbereitet wurden. Das erste Mal vom 3-Meter-Sprungbrett ins Wasser springen, oder blind tauchen! War das eine Aufregung!

Zum Abschluss der Woche stand da noch die Frage, bei was die Kinder denn besonders viel Mut brauchen. Die Antwort lautete: In einem ganz dunklen Raum sein, ohne den geringsten Lichtschimmer. Gesagt getan, es musste niemand mitmachen, aber alle wollten es probieren. Es ging runter in den Keller des Schulhauses, in einen Luftschutzraum. Peng, das Licht war aus, die Türe zu. Stockdunkel! Hurra, gemeinsam bestanden die Schülerinnen und Schüler auch diese Mutprobe.

Die Kinder gingen aufgestellt ins Wochenende.


Eine gelungene Woche!

 
 


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Tagebuch: Eine WOCHE mit dem Thema MUT (1. Klasse Moos)
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