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Evaluationsberichte der Bildungsdirektion des Kantons Zürich liegen vor

 
     
 


>>> Evaluationsbericht für die Primarschule
>>> Massnahmenplan für die Primarschule


Gute Noten für die Schulen in Rüschlikon

Die Schulen in Rüschlikon weisen eine überdurchschnittlich hohe Qualität aus: Das geht aus einem Evaluationsbericht der Bildungsdirektion des Kantons Zürich hervor, der Anfang 2011 vorgelegt worden ist. Die Evaluation durch ein externes Team gewährt eine unabhängige Aussensicht auf das Schul- und Lernklima und auf die Qualität des Unterrichts; sie gibt auch Hinweise, wie die Schul- und Unterrichtsqualität noch gesteigert werden können. Aufgrund des Berichts haben die Schulleitungen und Lehrpersonen von Primar- und Sekundarschule Rüschlikon konkrete Massnahmen ausgearbeitet, die bereits ab Schuljahr 2011/2012 umgesetzt werden sollen.

Zweimal drei Tage lang besuchten im Schuljahr 2010/2011 die Evaluatorinnen der Fachstelle für Schulentwicklung der Bildungsdirektion des Kantons Zürich den Unterricht an der Rüschliker Primar-und Sekundarschule; sie beobachteten die Kinder und Jugendlichen während Hausaufgabenstunden, Pausen und Tagesbetreuung und befragten mündlich und schriftlich Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Mitglieder der Schulpflege. Die Ergebnisse sind in zwei umfangreichen Berichten festgehalten; im Anhang findet sich jeweils die Auswertung der schriftlichen Befragungen per standardisiertem Fragebogen. Die externe Schulevaluation wurde mit dem neuen Volksschulgesetz 2007/2008 eingeführt; im Vierjahresrhythmus werden alle Schulen im Kanton Zürich evaluiert.

Wohlbefinden und Sicherheit
In den beiden Evaluationsberichten liegen die Schwerpunkte auf den Aspekten „Lebenswelt Schule“, „Lehren und Lernen“ sowie „Führung und Management“. Sowohl für die Primar- wie für die Sekundarschule werden zentrale Faktoren - Schul- und Klassenklima, Aufbau und Gestaltung des Unterrichts, Förderung und Begleitung der Kinder und Jugendlichen je nach individuellen Leistungen und Bedürfnissen - gut bis sehr gut bewertet. Lobend hebt der Bericht das Gefühl von Wohlbefinden und Sicherheit hervor, das von allen Beteiligten sehr hoch eingestuft wird. („Ich fühle mich wohl an dieser Schule“ erklären 95 Prozent der befragten Mittelstufenkinder, an der Sekundarschule sind es 88 Prozent!)

Gestützt werden die Befunde durch die schriftlichen und mündlichen Befragungen: Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrpersonen äussern sich überaus positiv über das Schulklima, über den Umgang unter den Kindern, über die Art und Weise, wie Konflikte ausgetragen werden, und gelobt werden auch die Regeln, die für das Zusammenleben an der Schule gelten.

Lernförderliches Klima
An der Primarschule loben die Evaluatorinnen das Vorhandensein verbindlicher Verhaltensregeln, das lernförderliche Klassenklima, den gut strukturierten Unterricht, die lebensnahen Themen und vielfältigen Methoden. Die Zusammenarbeit zwischen den Lehrpersonen sei intensiv und wirkungsvoll, dagegen sei die Vergleichbarkeit der fachlichen Beurteilung erst teilweise gewährleistet. Als verbesserungsbedürftig bezeichnet wird im Bericht die personelle und organisatorische Führung der Primarschule, ein Befund, der sich relativiert, denn seit zwei Monaten ist eine neue Schulleitung im Amt. Gut umgesetzt würden die Standards der Elterninformation; die Schule biete gute Kontakt- und Mitwirkungsmöglichkeiten.

Ausserordentlich hohes Engagement des Schulteams
Für die Sekundarschule hebt der Evaluationsbericht im Bereich „Lebenswelt Schule“ das ausserordentlich hohe Engagement des Schulteams für eine lebendige Schulgemeinschaft und für das Wohlergehen der Jugendlichen hervor. Erwähnt wird explizit das grosse Theaterprojekt („Ozeania“), das im Sommer 2011 auf die Bühne gekommen ist. Die im Unterricht behandelten Themen seien lebensnah, die Methoden vielfältig und die Lernangebote differenziert. Besonders hervorgehoben werden das lernförderliche Klassenklima und die „hervorragenden Unterlagen zum Projekt- und Förderunterricht und zum Lernatelier“.

Die Interviews und die schriftliche Befragung von Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe, der Sekundarschule und ihrer Eltern unterstützen die positiven Befunde der Evaluatorinnen. In Bereichen wie Schulklima, Unterrichtsqualität, Berücksichtigung von unterschiedlichen Lernbedürfnissen, Transparenz bei der Notengebung, Förderung des selbständigen Arbeitens und anderen wichtigen Fragen ist die Zustimmung gross. Stefan Bruhin, Leiter der Sekundarschule Rüschlikon, freut sich: Im Vergleich mit anderen evaluierten Schulen im Kanton Zürich steht „seine“ Schule in den allermeisten Punkten überdurchschnittlich gut da. „Das ist für uns eine Bestätigung unserer Arbeit.“ Die Sekundarschule Rüschlikon habe schon sehr früh Reformen eingeleitet, zum Beispiel die gegliederte Sekundarschule, die geleitete Schule, und die Neuorganisation des 9. Schuljahres. Die in den vergangenen sechs Jahren auf Eigeninitiative durchgeführte Schulevaluation SEIS habe wichtige Impulse gegeben und das Team gestärkt. „An unserer Schule herrschen gute Rahmenbedingungen“, stellt Stefan Bruhin fest. „Die Arbeitszufriedenheit unter den Lehrpersonen ist hoch, entsprechend gering ist die Fluktuation. Wir verfügen über gemeinsame Werthaltungen bezüglich unserer Arbeit. Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern funktioniert gut. Jährlich holen wir von unseren Schülerinnen und Schülern ein Feedback ein, von den Eltern alle drei Jahre; wir nehmen die Verbesserungsvorschläge auf und überprüfen sie auf ihre Wirkung.“

Michael Müller, seit Mitte Mai 2011 Schulleiter der Primarschule Rüschlikon, erklärt, mit der neu beschlossenen Schul- und Leitungsstruktur werde die Problematik in Sachen Kommunikation und Zusammenarbeit auf Leitungsebene angegangen und gleichzeitig mit einer Steuergruppe Schulentwicklung der sehr kompetente Lehrkörper in Entwicklungsprozesse mit eingebunden. „Ich bin zuversichtlich, dass die Primarschule Rüschlikon in die richtige Richtung geht.“

Massnahmenplan für die nächsten Jahre
Der Evaluationsbericht liefert nicht nur eine unabhängige Aussensicht auf die Qualität der Schule, sondern auch Impulse, wie sich diese weiter entwickeln kann. Aufgrund des Berichts und der darin formulierten Empfehlungen haben Primar- und Sekundarschule Rüschlikon innerhalb der vorgegebenen Frist von vier Monaten Massnahmen erarbeitet - je für sich, aber im Austausch unter Schulleitenden und Behörden. An der Primarschule werden Schulleitung und Lehrpersonen im Zeitraum von 2011 bis 2014 unter anderem an der Förderung der selbständigen Lernreflexion der Schülerinnen und Schüler arbeiten und eine Entwicklung hin zum kompetenz-orientierten Unterricht in Gang setzen; weitere Themen sind gemeinsame Beurteilungsstandards, eine kindgerecht gestaltete Hausordnung, die Arbeit an Führung und Leitungsstrukturen und die Zusammenarbeit der Lehrpersonen in Unterrichtsteams Die Sekundarschule Rüschlikon setzt ihre Schwerpunkte bei der optimalen Förderung der Schülerinnen und Schüler sowie der Transparenz und Vergleichbarkeit bezüglich der Beurteilung der Leistungen der Jugendlichen. Die beiden Massnahmenpläne bilden die Grundlage für eine nächste Evaluation in vier Jahren.

>>> Evaluationsbericht für die Primarschule

>>> Massnahmenplan für die Primarschule

 
     
     
     
     
   
 
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