(Quelle: Tages-Anzeiger, Kindertagi, 19.5.09)
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Originalartikel auf www.tagesanzeiger.ch
Von der 4. Klasse und Projektgruppen der 3. bis 6. Klasse
Schulhaus Dorf Rüschlikon.
Anfang Mai fand unsere Projektwoche
statt unter dem Thema: Respektvoller Umgang mit der Natur.
Wir stellten uns die Frage, was Natur ist und was sie für
uns bedeutet.
Die ganze Schule hat mitgemacht. Zuerst diskutierten
wir über die Bedeutung des Wortes Respekt, und dann gingen
wir langsam zur Praxis über. So halten wir uns zum Beispiel
die Türe auf, grüssen uns regelmässig und versuchen
auf dem Pausenplatz nicht zu fluchen.
Die Natur ist sehr wichtig, weil die ganze Welt von der Natur
lebt. Ohne Bäume könnten die Menschen nicht leben!
Aber anstatt den Bäumen zu danken, holzen sie die Bäume
ab. Und noch mehr: Die Autos, Motorräder, Flugzeuge und
Schiffe zerstören mit ihren Abgasen die Ozonschicht,
die uns vor den heissen Strahlen der Sonne schützt. Wir
Menschen sind auch sehr faul: Zwei Meter laufen bis wir zu
einem Abfalleimer kommen? Nein, einfach fallen – lassen!
«Natur ist das, was schon immer auf der Erde war. Natur
kann man nicht erschaffen. Ohne Natur können wir Menschen
nicht leben.»
«Im Wald ist meistens frische Luft, weil die Bäume
uns Luft geben. Ohne Wald, Wiesen und Bäumen würden
wir sterben. Aber viele Leute sägen die Bäume ab
und nehmen den Tieren ihr Zuhause weg!»
«Die Natur ist das Leben. Ich wandere gerne in den
Bergen. Ich gehe gerne im Meer schwimmen.»
Erster Projekttag
Am Donnerstag, morgens um 8 Uhr, eröffnete unser Schulleiter,
Herr Baer, offiziell die Projektwoche. Ein Teil der 3. bis
6.Klässler liefen unter Aufsicht von 5 Lehrpersonen in
Richtung des Tierparks Langenberg. Oben angekommen, wurden
wir in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine besuchte zuerst die
Führung, die andere informierte sich über verschiedene
Tierarten im Park. Um 12 Uhr brieten wir unsere Würste.
Unser Hauswart half uns, dass die Würste nicht verbrannten.
Nach dem Mittagessen tauschten die beiden Gruppen. Unsere
Gruppe besuchte die Führung. Eine Angestellte erklärte
uns den Unterschied zwischen Wild- und Haustier. Wir behandelten
zwei Tiere: Wolf und Wildkatze. Wir mussten blind zum Wildkatzengehege
laufen, und dort entdeckten wir eine Wildkatze. Wie Wölfe
im Winter, immer in den Fussstapfen des Vorderen, gingen wir
zum Wolfgehege. Wir lernten, wie Wölfe zu heulen. Dort,
im Wolfgehege, entdeckten wir etwa 6 Wölfe. Gegen Ende
der Führung machten wir ein kleines Quiz, um unser Wissen
auf die Probe zu stellen. Wir waren schon müde, als wir
von einem Bus zurück ins Schulhaus gefahren wurden. Für
uns alle war der Tag spassig, interessant und lehrreich!
Soll der Bär bei uns leben?
Die Kinder des Kindergartens bis zur 2. Klasse und die Schülerinnen
und Schüler der 3. bis 6. Klasse machten Ausflüge
in die Natur. Wir besuchten den Sihlwald, Langenberg, einen
Bauernhof und erkundeten die nähere Umgebung von Rüschlikon.
In Workshops gestalteten wir Poster, machten ein Quiz, arbeiteten
an einem Betrag für die Website der Schule und schrieben
für den Tagi.
Wir lernten viel über Tiere. Wir diskutierten Fragen
wie: Wer sagt, dass der Bär in der Schweiz leben soll
oder nicht? Ist der Fuchs in der Stadt gefährlich? Hat
ein Jäger Respekt vor den Tieren und der Natur, wenn
er sie ja abschiesst? Eine Gruppe schrieb die Regeln für
das Verhalten in der Natur auf (siehe rechts).
Wir arbeiteten in verschiedenen Gruppen mit Kindern aus allen
Klassen. Wir halfen einander und lernten voneinander. Und
so geht unser Schuljahr langsam, aber respektvoll vorbei.
(Tages-Anzeiger)
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