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Das Schulprogramm basiert auf dem Leitbild der Oberstufe Rüschlikon und den Evaluationsergebnissen des Schulprogramms 2002-2006 und der Jahresplanung 2005/06 vom 16./17. Juni 2006. Elemente des bisherigen Schulprogramms, die sich bewährt haben, werden stichwortartig aufgeführt, während die Elemente zukünftiger Entwicklung stärker hervorgehoben werden.

1. Bildungs- und Erziehungsauftrag
1.1. Die Förderung der Lese- und Schreibfähigkeit wird aufgrund der in der Projektphase gesetzten Standards weitergeführt. Die Diagnose- und Förderinstrumente sind allen Lehrpersonen bekannt und werden entsprechend der Planung eingesetzt. Standardisierte Textsorten mit Qualitätskriterien, die den SchülerInnen bekannt sind, ermöglichen sowohl die Selbsteinschätzung durch die SchülerInnen als auch die Fremdbeurteilung durch die Lehrpersonen. Die Lehrpersonen geben Lernziele und Kompetenzraster bekannt, um für die SchülerInnen mehr Transparenz zu schaffen und so ihre Lernmotivation zu steigern.

1.2. Wir messen dem Erziehungsauftrag und der pädagogischen Führung grosse Bedeutung bei. Der Umgang zwischen allen an der Schule beteiligten Menschen ist geprägt von Respekt und Toleranz. Damit die pädagogische Führung gelingt und wirksam wird, pflegen wir ein Klima der Offenheit. Das Befolgen der Regeln des Zusammenlebens (Hausordnung, selbst erarbeitete Klassenregeln) bildet die Grundlage eines geordneten Schulbetriebs. Durch regelmässiges Überprüfen mit Einbezug der SchülerInnen können sie im Schulalltag sichtbarer und wirksamer gemacht werden.
Auf regelmässigen Schulbesuch, Pünktlichkeit und das Erledigen der Hausaufgaben legen wir ein besonderes Augenmerk.

2 Soziales Lernen
Das soziale Lernen, als Bestandteil des Erziehungsauftrages, fördern wir im Besonderen durch das gemeinsame Erarbeiten und periodische Reflektieren der Klassenregeln und durch die Erwähnung von positiven Leistungen. Auch die Durchführung von klassenübergreifendem Lernen (Projekttage, Ateliers, Sporttage, Lager für die ganze Oberstufe) bilden einen idealen Rahmen für soziales Lernen. Im regelmässig stattfindenden Klassenrat und im SchülerInnerat bringen die SchülerInnen ihre Anliegen und Vorschläge ein, dabei werden demokratische Abläufe und Grundsätze erlernt. Für den SchülerInnenrat werden Qualitätsmerkmale festgelegt.

3 Lern- und Lehrstrategien
Gleichzeitig mit der Stoffvermittlung erarbeiten wir mit den SchülerInnen, wie sie lernen, um die für sie geeigneten Lernformen zu finden. Ein Lernjournal, das in allen Fächern verwendet werden kann, unterstützt die SchülerInnen bei der Reflexion ihres eigenen Lernens. Projektarbeiten über eine kürzere oder längere Dauer in allen drei Jahrgängen ermöglichen in besonderem Masse das selbstständige und forschende Lernen. Die Arbeit mit Portfolios im Jahrgang 05/08, in denen SchülerInnen Ergebnisse ihres persönlichen Wissens- und Fähigkeitsstands zeigen, ist ein weiterer Schritt, das selbsttätige Lernen und die Reflexion zu fördern. Die generelle Einführung der Portfolios wird geprüft. Mit der Einführung des Lernateliers im Schuljahr 2008/09 wird ein weiterer Schritt in Richtung individualisierender Unterricht unternommen.
Die Fragen der Berufswahl und der weiterführenden Schulen gehen wir mit besonderem Engagement an. Einerseits bereiten wir die KandidatInnen für weiterführende Schulen optimal vor. Zusätzlich zum obligatorischen Unterricht bieten wir Vorbereitungskurse in den Promotionsfächern an. Andererseits legen wir in enger Zusammenarbeit mit der Berufsberatung grossen Wert auf die Phasen der Berufsabklärung und der Bewerbung. Wir stellen Lernangebote zur Verfügung, damit sich die SchülerInnen optimal auf die verschiedenen Testverfahren vorbereiten können.

4 Die Schule als Ort des Lebens
Unsere Schule ist ein Ort des Lernens, sie ist gleichzeitig auch ein Ort des Lebens. Unsere Schulräume sind einladend eingerichtet, in der Vormittagspause wird eine gesunde Pausenverpflegung angeboten und über die Mittagszeit steht den Jugendlichen ein Aufenthaltsraum zur Verfügung, wo sie ihre mitgebrachte Mahlzeit einnehmen können. Im Schuljahr 2008/09 wird für die Oberstufe ein Mittagstisch eingeführt.

5 Teamentwicklung
Um den hohen Stand der Teamentwicklung beibehalten zu können, werden in den vergangenen Jahren entwickelte und bewährte Instrumente beibehalten.
- Supervision vier bis sechsmal jährlich
- Hospitation innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters
- Weiterbildungskonzept
- Zusammenarbeit mit PHZH via Berufspraktika
- Ausbau des Wissensmanagements

6 Eltern/Kommunikation
Die Zusammenarbeit mit dem Elternrat wird auf der Basis der einjährigen Erfahrung fortgeführt und vertieft. Die Eltern werden beim Schulprogramm einbezogen und periodisch werden Elternfeedbacks eingeholt, z. B. mit Hilfe der SEIS-Umfrage (Selbstevaluation in Schulen).
Die Eltern sind in Bezug auf die schulische Situation ihrer Kinder frühzeitig und transparent zu informieren. Dabei sollen vermehrt auch niederschwellige Informationsmittel genutzt werden. Die Information der Eltern erfolgt durch folgende Mittel:
- Elternabende und Elterngespräche
- Kontaktheft
- Telefon und E-Mail (Erfassung der Mailadressen der Eltern)
- Semesterbrief der Schulleitung, Elternbriefe, Website
Die Kommunikation zu den Eltern der Mittelstufenschüler soll verbessert werden. Die Vorzüge und positiven Leistungen der Oberstufe Rüschlikon (Übertrittszahlen an Mittelschulen, Anschlusslösungen der 3. Klassen) sollen an Elternabenden, durch Flyer, Newsletter und Website stärker im Bewusstsein der Rüeschliker Eltern verankert werden.

7 Zukunft der Oberstufe Rüschlikon
Infolge der in den letzten drei Jahren vom Kanton beschlossenen Sparanstrengungen sind die unserer Schule zugewiesenen VZE kontinuierlich gesunken. Eine Umsetzung dieser Vorgaben - die in der Vergangenheit nicht erfolgt ist - hätte einschneidende Auswirkungen für das Modell der Gegliederten Sekundarschule zur Folge. Im Falle einer Umsetzung stellt sich die Frage, auf welche Art unsere Oberstufe organisiert werden könnte.
Das Entscheidende für die Zukunft unserer Oberstufe sind die Schüler und Schülerinnen. Da der Übertritt von SchülerInnen der 6. Klasse sich gerade im vergangenen Jahr stark erhöht hat, sind die Langzeitgymnasien und teilweise die Privatschulen zu einer Konkurrenz geworden. Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass möglichst viele SchülerInen von der 6. Klasse in die Oberstufe übertreten. Deshalb betreiben wir gezielte Öffentlichkeitsarbeit um die Eltern von der Qualität unserer Oberstufe zu überzeugen. Wir engagieren uns im Rahmen unseres Auftrages für ein gutes Gelingen des Vorhabens einer gemeinsamen Oberstufe Kilchberg/Rüschlikon.

7.8.06, ergänzt 16.8.07 und 8.8.08/sbruhin


 


 
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