von Lena Hopmann
Am Dienstag, 11. April 2006,
durfte unsere Klasse am Morgen einen Ausflug zum Schiffbau
unternehmen. Wir konnten eine Führung durch das
Gebäude miterleben und in einem theaterpädagogischen
Workshop selber Theater spielen Am Abend durften wir
sogar einer Abendvorstellung von Romeo und Julia im
Schauspielhaus beiwohnen.
Wir trafen uns am Bahnhof Rüschlikon und nahmen
dort die S-Bahn in den Hauptbahnhof Zürich. Dort
angekommen fuhren wir mit dem Tram zum Escher-Wyss-Platz.
Nach einem kurzen Fussmarsch kamen wir an unser Ziel:
dem Schiffbau. Frau Lüthi, eine Theaterpädagogin
des Schauspielhauses, empfing uns in dem grossen, recht
alt aussehenden Gebäude und erklärte uns die
Verhaltensregeln wie z.B.:
• die Arbeitenden nicht stören
• Kulissen und anderen Utensilien nicht berühren
• zuhören, wenn sie oder eine Lehrperson
etwas erzählt
Danach führte sie uns in eine der drei Probehallen.
Da wir zu viele waren, teilten wir uns in die Halbklassen
A und B. Während die einen auf eine Führung
mit Herrn David Böse gingen, durften die anderen
vier Szenen aus Romeo und Julia unter Anleitung von
Frau Lüthi nachspielen.
Die Führung durch den
Schiffbau
Die Halbklasse A wurde zuerst durch den Schiffbau geführt.
Zu Beginn erzählte uns Herr Böse etwas über
die Vergangenheit des Schauspielhauses. Da im Pfauen,
dem eigentlichem Theater, zu wenig Platz für die
Proben waren, suchte man ein neues Gebäude dafür.
Da bot sich die alte Schiffsfabrik (daher auch der Name)
an. Der einzige Haken war, dass einige Gebäudeteile
unter Denkmalschutz stehen, so dass nicht viel verändert
werden durfte. Weiter ging es zur Probehalle zwei. Dort
zeigte er uns, was Requisiten (Utensilien wie ein Bild,
Blume, Buch etc.) sind. Diese werden gebraucht, um das
Bühnenbild lebensecht wirken zu lassen. Es gibt
es sogar eine eigene Werkstatt dafür. Danach kamen
wir in die doppelt so grosse Halle eins. Hier erfuhren
wir etwas über die wichtigen Jobs ihm Theater wie
z.B.:
• RegisseurIn
• RegissistentIn
• BühnbildnerIn
• Maske
Dann besichtigten wir die schon erwähnte Werkstatt,
welche sich auf drei Etagen befindet und von der Schreinerei,
der Malerei und der Schneiderei genutzt werden. Es hat
in den oberen Stockwerken sogar Wohnungen für Gäste
(Schauspieler aus anderen Städten, Ländern).
Im Innenhof endete die Führung und wir gingen zu
den anderen zurück. Diese warteten schon auf uns
und wir wechselten die Plätze.
Die Probe und das Theaterspielen
Zuerst gab es ein kleines Einwärmtraining, damit
wir uns in die Rollen der beiden zerstrittenen Familien
von Romeo und Julia hineinfühlen konnten. In Gruppen
spielten wir Szenen aus Romeo und Julia: Die erste Begegnung,
die Balkonszene, die Mitteilung der Eltern, dass Julia
heiraten soll und die sagenumwobene Schlussszene mit
dem Tod der beiden. Wir alle bekamen Verkleidungen um
klarzumachen, wer welche Rolle spielte. Julia zum Beispiel
trug immer einen beigen, langen Jupe und Romeo eine
schwarze Jacke. Nach ungefähr einer Stunde konnten
wir die Szenen anderen Gruppen vorspielen.

Die Aufführung „ Romeo und Julia“
Mittag und Nachmittag verbrachten wir wieder in Rüschlikon,
doch um 19.00 Uhr ging es per Zug und Tram erneut in
die Stadt. Am Pfauen angekommen, warteten wir eine Weile,
bis man uns die Türen zum Saal öffnete. Es
gab zwar ein paar Rangeleien wegen der Sitzordnung,
doch das war schnell behoben. Die Vorstellung begann.
Sie zeigten eine modernisierte Version von Romeo und
Julia. Das Stück selbst blieb eigentlich gleich,
bis auf ein paar Änderungen. Den meisten, wenn
nicht sogar allen, hat das Stück sehr gut gefallen.
Müde fuhren wir mit dem Tram zur Station Enge.
Unglücklicherweise stiegen ein paar zu früh
aus, so dass sie bis zur nächsten Station rennen
mussten. Schliesslich kamen alle am Bahnhof Enge an.
Etwas zu früh. Dann kam zudem die Nachricht, es
sei etwas passiert und die Züge hätten möglicherweise
Verspätung. Bei unserem waren es schliesslich 25
Minuten. Kurz vor Mitternacht nahmen uns unsere Eltern
in Empfang. Müde gingen alle nach Hause. Zum Glück
hatten wir am darauf folgenden Tag erst um 9.10 Uhr
Schule.
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