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Ein Wintermärchen in Davos -
wie Rüschliker Sekundarschüler eine tolle Zeit im Schnee verbrachten


Aline Suter, 3. Sek.
Im Februar 2006 war es wieder soweit und sämtliche interessierten Sekundarschüler/Innen der Gemeinde Rüschlikon fieberten ihrem alljährlichen Schneesportlager in Davos entgegen. Es war ein voller Erfolg und dieser Bericht soll ein wenig von der Freude und den erlebnisreichen Tagen im Schnee erzählen.



Erstmals in diesem Jahr überstieg die grosse Anzahl der Anmeldungen das vorhandene Platzangebot in der traditionell gemieteten Unterkunft an der Mittelstation 'Ischalp‘ im beliebten Skigebiet von Davos. Was tun, wenn der Erfolg eines Angebots die Möglichkeiten übertrifft? Die Lehrer der Sekundarschule Rüschlikon fanden eine Lösung und mieteten kurzerhand eine weitere Unterkunftsmöglichkeit im direkt daneben liegenden Restaurant 'Jazz‘ hinzu, welches auch die Verpflegung für die teilnehmen Schüler/Innen sicherstellte. Und eines sei hier schon verraten: Die Küche und das Essensangebot fanden grossen Anklang bei den jungen Ski- und Snowboardfahrern. Drei liebevoll und abwechslungsreich zubereitete Mahlzeiten wurden täglich angeboten. Allein dieser Fakt zeigt doch schon dem einen oder anderen 'leidgeprüften‘ Mami, dass das Essen besonders gut war...



Die nüchternen Fakten gleich vorweg: Insgesamt 64 Schüler/Innen und ihr Begleiterteam von rund 10 Erwachsenen waren für eine ganze Woche zusammen in Davos auf den Pisten unterwegs. Im Begleitertrupp waren selber noch zwei Familien mit ihren Kindern mit von der Partie. Angereist wurde mit eigener Ausrüstung (Helm war Pflicht, denn schliesslich geht die Sicherheit über alles und das schreibt nicht nur das J & S Reglement vor) in reservierten Wagen der SBB. Zimmer in verschiedenen Grössen waren nach Klassen aufgeteilt. Natürlich blieben dabei die Girls und die Boys unter sich – diese strikte Trennung galt mit Sicherheit jeweils abends ab 22.30 Uhr. Damit wurde auch die relativ frühe Tagwache um 07.45 Uhr unterstützt. Auch dass es 'nur‘ zu einigen wenigen Unfällen kam ist nicht zuletzt auf das gute und disziplinierte Fahrverhalten der teilnehmenden Schüler/Innen und das konsequente und umsichtige Handeln des Leiterteams zurückzuführen.



Die Ski- & Snowboardgruppen (wobei der Anteil der Snowboarder je länger je mehr überwiegt) wurden aufgrund der Erfahrung resp. Fahrstärken eingeteilt, wobei jeder oder jede sich selber einschätzen durfte. Damit stellte man sicher, dass es zu möglichst keiner Unter- oder Überforderung kam und dass die Teams voneinander und von ihren Coaches optimal profitieren und ihren Fahrstil verbessern konnten. Jeder Tag wurde in zwei Lektionen von ca. 2 – 3 Fahrstunden eingeteilt. Ein ziemlich anspruchsvolles und anstrengendes Programm für diese Flachländer... Alle Tage, bis auf den Mittwoch Nachmittag, da stand als Alternativprogramm, ein breites Angebot zur Verfügung: Shopping in Davos, Schlitteln, ein Besuch im Ludwig Kirchner Museum, Schwimmen im Hallenbad, Schlittschuhlaufen auf dem grosszügigen Eisfeld (der HC Davos lässt grüssen). Ganz nach Lust und Laune. Und wer weiss, vielleicht wandelte auch einer auf den Pfaden von Hans Castorp, dem unvergessenen Protagonisten aus Thomas Mann’s Zauberberg? Dass auch der Ausgang in Davos-Dorf an einem Abend dieser Woche auf grossen Zuspruch traf, liegt auf der Hand. Jeweils in Vierergruppen ging’s los. Für einmal fuhr auch die Bergbahn länger, damit die Partygänger sicher und zur Zeit wieder zurück im Lagerhaus eintrafen.



Gegen Schluss der Woche kam es zum traditionellen Skirennen. Wie echt (und die gerade laufende Winterolympiade zeigte es ja täglich vor), traten die jungen Athleten gegeneinander an. Aber – dem olympischen Geist entsprechend – standen die Fairness und der Spass an der sportlichen Leistung im Vordergrund.



Der Abschlussabend war nochmals eine Herausforderung für sich: ca. 8 gemischte Teams wurden bestimmt und bekamen jeweils ein Thema vorgegeben, welches sie möglichst kreativ und unterhaltsam umsetzen sollten. Die Darbietungen (Performances) waren entsprechend bunt und überraschend. Der Themenkreis spannte sich von 'auf der Alm‘, 'im Altersheim‘, 'auf dem Laufsteg‘ bis hin zu 'auf der Seilbahn‘. Es wurde viel gelacht und geklatscht und im Vorfeld dazu, litten einige Makeup Accessoirs gewaltig an Materialschwund und fanden ihren Platz auf den geschminkten Gesichtern der begeisterten Darstellern. And the show must go on!







Eine schöne und bereichernde Zeit voller unvergesslicher Augenblicke und der Beginn oder das Vertiefen vieler Freundschaften prägten diese Zeit und es soll an dieser Stelle nochmals ein ganz herzlicher Dank an die Begleiter und das Organisationsteam ergehen, die dies alles erst ermöglicht haben.

Rüschlikon, 4. März 2006











 
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