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Veton
Tanja
Nadine
Michele
Berlinda
Belinda
Hassan
Daniela
Lule
Gramos


Von Veton
Rita hat ein Problem

Rita ist ein 14 Jähriges Mädchen, hat braunes Haar, grüne Augen, ist frech und hat einfach keinen Respekt vor anderen Leuten. Nicht einmal vor ihren Eltern. Sie will nie zuhören und ist ein Sturkopf. Wenn es um die Schule geht, will Rita nichts davon hören. Sie schwänzt oft die Schule oder passt nicht auf. So macht sie ständig schlechte Tests und kommt deshalb zu schlechten Noten.
Dazu kommt das Problem mit dem Rauchen. Rita hat schon mit 12 Jahren damit angefangen.

Ihre Eltern wissen wirklich nicht mehr weiter. Sie haben sich überlegt, Rita vielleicht sogar in ein Heim zu bringen. Sie sind verzweifelt. Rita lässt sich nichts mehr von ihren Eltern sagen, will sich nicht helfen lassen. Sie möchte sogar am liebsten ihre Eltern vergessen. In der Freizeit vertreibt sie sich die Zeit auch nicht gerade mit „sauberen“ Leuten.

Die Eltern planen eine gemeinsame Reise in die Türkei. Dort würde sich dann alles ändern. In den Sommerferien war es soweit. Rita ahnte noch nichts, als sie in der Türkei ankamen. Es sah alles so schön aus in dem Hotel, ihr Zimmer, der Pool ...
Am Abend ging die ganze Familie in die Stadt, um sich ein bisschen den Ort anzuschauen. Sie kamen zum grossen Markt. Dort sah Rita dann die vielen Menschen am Strassenrand hocken. Die einen hatten zerrissene Kleider, Kinder bettelten nach Geld, aber stets vergebens. Da hat es Rita getroffen und sie hat Angst bekommen, auch so zu enden. Denn sie würde sicher so enden, wenn sie weiterhin in der Schule und in der Berufswahl nichts unternahm.

Wieder zu Hause angekommen wollte sie nicht mehr herumhängen. Jetzt fing sich Rita endlich an zu interessieren. Sie ging Schnuppern, schrieb 40 Bewerbungen, ging an Bewerbungsgespräche.

In der Schule schrieb sie keinen Test mehr unter der Note 5. Sie lernte wie wild. Ihre Zeugnisnoten stiegen wieder an. Ritas Eltern waren so überrascht von Ritas Wandlung. Ihre Bemühungen zahlten sich aus, denn sie bekam dann auch eine gute KV-Stelle.

So kommt es oft, wenn man sich bemüht und auf die Eltern hört, denn sie wissen meist, was das beste für das Kind ist, man muss nicht immer tun, was die Kollegen sagen. Es gibt immer noch echte Freunde, die dich positives lernen. ~




Von Tanja
Rita hat ein Problem

Rita ist 14 Jahre alt. Sie wohnt in Bergendorf an der Krümelstrasse 35. Ihre beste Freundin ist Maren. Sie geht in dieselbe Klasse. Sie sind schon seit dem Kindergarten befreundet.

Rita hat einen sehr langen Schulweg: Er führt am Stadtpark, am Einkaufszentrum und an einer riesigen Baustelle vorbei. Rita hat aber Glück, dass ihre Mutter Gabriela im Hotel Kristall arbeitet, das zwischen der Baustelle und dem Einkaufszentrum liegt. Weil ihre Mutter oft Nachtdienst hat, kann Rita meistens im Hotel übernachten und hat dann nicht einen so langen Schulweg.

Es gibt aber dennoch ein Problem. Neben der Baustelle, an der Rita vorbei muss, wohnt ein Junge mit einem wirklich niedlichen Hund. Das Problem ist, dass Rita diesen Hund schon einmal befreien wollte, weil sie gesehen hatte, wie der Junge gemein zu dem Hund war. Rita würde ihn am liebsten sofort entführen, stehlen. Sie möchte diesen Hund unbedingt selber haben. Sie darf aber nicht, weil ihr Vater Pierre offenbar Hunde nicht mag!
Wenn Rita im Hotel übernachtet, dann muss sie in jedem Fall bei diesem Jungen vorbeigehen und das will sie eigentlich nicht. Aber wenn sie zu Hause schläft, dann muss sie so viel früher aufstehen: Mhhhhhhh ... und das ist ein weiteres Problem!

Es ist Montag, der 20.Februar.
Ding-ding-ding-ding ... Oh neiiinnnnnnn, nicht scvon wieder der doofe Wecker! Es ist doch erst sieben Uhr.
„Guten Morgen, Mama. Wie geht es dir?“
„Gut, mein Schatz. Und dir? Ich hoffe gut?“
„Ja ja, mir auch. Du, Mama, wegen diesem Hund. Könnten wir ihn nicht doch ..?“
„Nein, nein, Rita. Ich habe es dir schon tausend mal gesagt, dass es nicht geht. Dein Vater will das einfach nicht!“

Später im Bad
„Guten Morgen, Papi!“
„Hallo Rita. Wie geht’s?“
„Gut, gut. Und dir?“
„Mir auch. Danke der Nachfrage. Sag mal, soll ich dich heute zur Schule fahren?“
„Ja, sehr gerne.“
„Gut, dann mach dich mal bereit. In 20 Minuten geht's los!"
„Ja.“ Und denkt sich: „ Cool, jetzt muss ich mal nicht zu Fuss gehen!“

Später in der Schule.
„Hallo Maren.“
„Hey Rita, wie geht's?“
„Ganz ok. Aber ich darf den Hund immer noch nicht haben!“
„Oh, schade. Du wolltest ihn doch unbedingt.“
„Ja schon, Aber Papi sagt immer wieder, dass ich keinen Hund haben dürfe.“
„Aber du schaffst es doch sicher, ihn zu überreden?“
„Ja, das könnte ich vielleicht. Ich mache es aber lieber nicht so. Ich habe da nämlich schon einen Plan. Ich erzähl ihn dir kurz: Psssssssssssst ...“
„Was, du willst ... ?“
„Schschschsch ...! Nichts sagen, sonst hört es noch jemand!“
„Ja, ok! Aber Rita, dieser Plan ist sehr gefährlich!“
„Aber nicht, wenn du mir hilfst.“
„Was? Ich soll dir helfen? Nein, Rita, das mach ich nicht“
„Doch bitte. Du kannst den Hund dann auch ganz oft besuchen kommen.“
„Ich überlege es mir mal, ok?"
"Ja ok! Aber bitte entscheide dich schnell. Ruf mich an."

Später zu Hause.
„Dring-dring-dring- dring-dring ...“
„Ja, hallo?“
„Hallo Rita. Maren ist hier. Du, ich habe es mir überlegt.“
„Ja. Und? Machst du es?“
„Nein!“
„Was? Und weshalb nicht?“
„Weil es mir zu gefährlich ist.“
„Na ja, dann halt eben nicht. Vielleicht schaff ich es alleine.“

„Du, Gabriela! Schau mal, was ich hier habe!“
„Aber, Pierre. Das ist ja ein Hund! Ich dachte du magst keine Hunde?“
„Ja schon, aber als ich von Ritas Freundin Maren erfahren habe, was Rita für einen gefährlichen Plan ausgeheckt hatte, da musste ich einfach etwas unternehmen. So bin ich halt über meinen Schatten gesprungen. Ich bringe ihr den Hund gleich mal nach oben in ihr Zimmer.“

„Du, Maren, ich muss Schluss machen. Mein Vater ist an der Tür.“
„Ok, bis später!“
„Bye bye. – Nur herein! Hallo Papi! Oh! Was ist da drin?“
„Schau doch mal nach.“
„Ja, das werde ich sofort machen. – Aber ... Das ist ja ein Hund!? Der ist ja soo süss!!“
„Gefällt er dir? Dann darfst du ihn behalten!“
„Ich dachte, du willst keinen Hund im Haus haben?“
„Menschen können ihre Meinung ändern. Und das ist auch gut so!“




Von Nadine
Gefunden

„Jeeeeeeeeeeh… Juuuuuuuuuhuuuu… Wochenende! Olee!“ Das hörte man aus den Klassenzimmern. Ganz klar, die Schule war fertig und es war Wochenende.

Später, auf dem Schulhof, blieb Lisa noch ein bisschen hier, wollte mit den anderen spielen oder quatschen, aber wie immer sass sie einsam und allein auf einer Bank.
„Heee, Looser!“ Das waren die Worte von Marisa und ihren Freundinnen, die fiesesten und hinterhältigsten Mädchen der ganzen Schule. Marisa hatte es total auf Lisa abgesehen. Sie wollte sie fertig machen. Lisa wusste sich nicht zu wehren. Na ja...

Lisa hatte beschlossen, ein bisschen zu zeichnen. Sie nahm ein Blatt und Stifte hervor. Lisa begann mit einem Himmel, einer Wiese und noch vielem mehr.

„Ups ...“ Plötzlich fiel ihr ein Stift herunter. „Huch, was ist das?“, dachte Lisa. Sie sah eine wunderschöne goldene Kette mit einem Elefantenanhänger unter der Bank liegen.
„Wem mag diese wohl gehören?“ fragte sie sich. Sie packte ihre Sachen zusammen. Dann ging sie langsam nach Hause und grübelte und grübelte. Auf einmal kam ihr die Idee, dass sie diese goldene Kette schon an Marisa gesehen hatte. Und nach längerem Nachdenken war Lisa überzeugt, dass diese Kette wirklich Marisa gehörte.
Nun war das Problem von Lisa, dass sie nicht wusste, wie sie diese Kette Marisa zurückgeben sollte, ohne dass sie selber als Diebin verdächtigt würde.

Am Montagmorgen in der Schule fragte Marisa die Klasse, ob jemand ihre Kette gesehen habe. Lisa schwieg, sie hatte nicht den Mut die Wahrheit zu sagen.
Den ganzen Tag fühlte sie sich schlecht. Zu Hause besprach sie das ganze Problem mit ihrer grossen Schwester. Diese riet ihr, die Wahrheit zu sagen und sich möglichen Anschuldigungen zu stellen.

Nach einer schlaflosen Nacht nahm Lisa all ihren Mut zusammen und erzählte die ganze Geschichte im Klassenrat. Sie gestand auch, dass sie gestern den Mut nicht gehabt hätte, die Wahrheit zu sagen. Marisa und die ganze Klasse fanden, dass Lisa sehr mutig sei. Lisa gab Marisa die Kette zurück und entschuldigte sich. Marisa wusste erst nicht recht, ob sie Lisa verzeihen solle. Doch dann gab sie sich einen Ruck und nahm die Entschuldigung von Lisa an, obwohl diese sich eigentlich für nichts zu entschuldigen gehabt hätte.

Von diesem Tag an wurde Lisa von Marisa akzeptiert.



Von Michele
Gefunden

Ein Knabe namens Fritz hat einen sehr guten Kollegen. Er heisst Mario. Er ist ein sehr starker Knabe. Er hilft Fritz immer, wenn er ein Problem hat, weil Mario überall im Niveau e ist. Mario ist 15 Jahre alt, hat braune Haare und braune Augen. Er ist 1.65 Meter gross.

Fritz ist 14 Jahre alt, misst 1.57 Mete, ist nicht so stark und hat braune Augen. Er ist einmal mit Mario auf dem Pausenplatz bei der Wiese Fussball spielen gegangen. Mario ist ein sehr guter Torwart und ging ins Tor. Er zog seinen Schmuck ab und machte sich bereit.

Unterdessen ging Fritz im Schulzimmer einen Ball holen.

Sie hatten den Ball und spielten miteinander. Es kamen noch andere Schüler dazu, die wollten auch Fussball spielen. Sie durften und sie bildeten zwei Mannschaften.

Es wurde Abend. Alle gingen nach Hause. Aber Mario hatte seine Uhr beim Tor vergessen.

Am nächsten Tag regnete es. In der Schule hatten sie gerade Mathematik. Es war nicht gerade Fritz’ Lieblingsfach, aber er hielt das durch. In der Zeit hatte Mario auch Mathematik, aber leider einen Test.

Der Tag verlief schnell. Nach der Schule wollte er seine vergessene Uhr holen. Aber er fand sie nicht mehr beim Tor. Sie war weg. Gestohlen?

Die Woche später meldeten weitere Schüler und Schülerinnen, dass ihnen Dinge gestohlen würden. Auch Marios Uhr war immer noch nicht gefunden worden.

Als Fritz eines Tages alleine Fussball spielen ging, fand er die Uhr beim Eckpfosten. Er wusste, dass Mario sie immer noch nicht hatte, aber Fritz dachte, dass Mario ihm sagen würde, er habe sie geklaut. Und sie würden auch keine Kollegen mehr sein! Also überlegte sich Fritz, wie er das am Klügsten machen sollte. Er dachte auch, wenn er das nicht schaffte, könnte es Probleme in der Schule geben, mit der Polizei und so weiter.

Am nächsten Tag ging Fritz nach der Schule zum Lehrer und erzählte ihm alles, wie es abgelaufen war und teilte ihm seine Befürchtungen mit. Der Lehrer glaubte ihm und würde zu ihm stehen, wenn Fritz mit Mario ein Problem haben sollte.
Zwei Tage später ging Fritz zu Mario nach Hause und erklärte ihn alles und übergab ihn die Uhr. Mario glaubte ihm nicht. Er dachte, dass Fritz die Uhr geklaut habe und sie nur aus Angst zurückbrachte. Dann aber kam Mario wieder in den Sinn, dass er die Uhr beim Eckpfosten hingelegt hatte.

Und so blieben sie sehr gute Freunde bis heute.




Von Berlinda
Rita hat ein Problem

Rita ist ein 15jähriges Mädchen. Sie hat braune Augen und dunkle Haare. Rita ist ein selbstsicheres Mädchen, so aus der Sicht eines Fremden. Doch wenn man Rita genauer kennen würde, wüsste man, dass ihr Leben kein Zuckerschlecken ist. Ihr Leben so würde es Rita selber formulieren, ist das reinste Chaos. Sie fühlt sich nicht wohl in ihrer Haut. Sie würde am liebsten weit, weit weg sein, weg von ihren Problemen, weg von den Eltern, die ihr das Leben nicht gerade erleichtern. Sie setzen sie unter Druck und merken es nicht einmal. Ständig streiten sich die Eltern wegen Rita. Sie befürchtet sogar, dass ihre Mam und ihr Dad sich scheiden lassen wollten.
Das Schlimmste daran ist, findet Rita, dass sie selbst der Grund ist.

Und da wäre noch die Schule, besser gesagt die Lehrstellensuche. Rita hat nämlich nicht den blassesten Schimmer, was einmal aus ihr werden solle. Sie hat das Gefühl, im Stich gelassen worden zu sein, sie fühlt sich sehr einsam. Jedoch ist sie auch wütend, dass sie sich auf einmal in der Schule verschlechtert hat: ihre Noten sinken nur noch.
Die Eltern streiten sich den ganzen lieben langen Tag und setzen sie unter Druck. Sie wollen, dass aus Rita etwas Anständiges wird. Sie können die Vorstellung nicht ertragen, dass aus ihr eine Versagerin wird.
Hinzu kommt noch, dass Rita die Erinnerung nicht mehr vertreiben kann, als sie ihr eigener Vater als Kleinkind geschlagen hatte. Das liegt zwar Jahre hinter ihr, aber die Angst sitzt immer noch tief in ihr.

Das alles ging Rita durch den Kopf. Ihre Wut steigerte sich ins Unermessliche. Warum musste gerade sie das erleben?! Sie wollte raus, nicht mehr den Druck, der auf ihr lastete, fühlen. Sie wollte alles abschütteln. Doch nur wie? Wie konnte sie das ganz alleine schaffen? Ausserdem war sie viel zu schüchtern. Wer würde ihr denn helfen, ihr zuhören? Mit diesen Fragen plagte sie sich eine Zeitlang.

Rita kam von der Schule nach Hause. Sie ging direkt in ihr Zimmer. Denn sie hatte wenig Lust auf eine Predigt und den Streitereien der Eltern zu zuhören. Im Zimmer angekommen, legte sich Rita aufs Bett. Sie machte die Augen zu. Sie versuchte sich die Gesichter von Mam und Dad vorzustellen, wenn sie den Englischtest zu Gesicht bekämen. Sie seufzte. Die Augen hielt sie immer noch geschlossen. Sie horchte auf. Es war ruhig. Seltsam, ungewöhnlich ruhig!

Rita hatte ein ungutes Gefühl im Magen. Was jetzt? Normalerweise würden die Eltern doch jetzt wieder wegen irgend etwas mal zu streiten anfangen! Sie öffnete die Augen. Sie ging die Treppe hinunter ins Wohnzimmer, dann in die Küche.

Nichts ahnend nahm Rita den Zettel vom Kühlschrank:

Rita,
wir sind für den ganzen
Tag unterwegs.
Essen steht bereit. Wir
kommen so schnell wie möglich.
Mam

„Hm, was soll denn das? Wo die wohl sind?“, fragte sich Rita kopfschüttelnd. Sie hatte keine Ahnung, dass ihre Eltern einen Termin beim Jugendsekretariat abgemacht hatten, damit sie endlich erfuhren, wie sie Rita helfen könnten. Ausserdem wollten die Eltern sich selber helfen lassen, damit sie sich nicht ständig stritten!

Die Eltern wussten nicht oder wollten es einfach nicht sehen, dass sie Rita unter Druck gesetzt hatten. Dann hatte Lauri mit ihnen gesprochen. Lauri ist der beste Freund von Rita, sie kennen sich schon seit dem Kindergarten. Lauri kennt sie sehr gut, so gut wie man einen Menschen nur kennen kann. Er mag sie sehr und möchte sie nicht so hilflos und traurig sehen! Darum hat er ihren Eltern Bescheid gegeben, wie unglücklich sie sich doch fühlte. Er schilderte den Eltern, wieso sie so unglücklich war.

Die waren zuerst geschockt, dann misstrauisch. Doch dann redeten und diskutierten sie zu dritt und suchten eine Lösung. Sie bekamen zwar ein schlechtes Gewissen, dass sie über Rita sprachen und sie selbst war nicht da. Nach einigem Hin und Her entschieden sie sich, dass alle zusammen mir Rita reden würden und zwar so schnell wie möglich.
Nun sassen die Eltern, die gemerkt hatten, dass sie auch mal eine Auszeit brauchten, und Lauri im Restaurant und versuchten vernünftig über die Probleme zu sprechen und auch über ihre Streitigkeiten unter sich. Morgen war ein Samstag. Das passte den dreien gut, um mit Rita zu sprechen.

Am Anfang war Rita ein bisschen sauer, dass sie hinter ihrem Rücken über sie gesprochen hatten. Sie beruhigte sich aber schnell wieder: „Sie haben es nur gut gemeint mit mir“, dachte sie. Alle vier suchten sie nach einer guten Lösung für Ritas Probleme.

Erstens würde Rita zum Berufsberater geschickt werden. Eine Beratung würde die Lehrstellensuche erleichtern.
Zweitens würde Rita Nachhilfe bekommen, damit die Noten wieder steigen sollten.
Drittens versprachen die Eltern ihr hoch und heilig, dass sie nicht mehr streiten würden sie vermieden auf jeden Fall heftiges Gestritte. Man könne als Ehepaar nicht jedesmal ein Auge zudrücken. aber sie gäben sich Mühe.
Viertens sollte Rita mit ihren Vater mehr gemeinsame Ausflüge machen, damit sie ihre Angstgefühle ihm gegenüber abbauen könne. Er versicherte ihr, dass es ihm sehr Leid täte, er liebe sie doch! Er würde sie nie schlagen wollen.
Fünftens solle Rita reden, wenn sie was bedrückte, das wäre die beste Medizin für Kummer aller Art!

Ob es Rita wohl hilft?



Von Belinda
Rita hat ein Problem

„Was ist den bloss los heute?“, dachte Rita als sie wieder ihre Eltern streiten hörte. Doch als sie ihren Namen hörte, horchte sie auf. Sie merkte, dass ihre Eltern über sie sprachen und das, was sie hörte, gefiel ihr gar nicht. Es war schon spät am Abend und Rita versuchte einzuschlafen, schliesslich hatte sie morgen Schule.
Rita ist 14 Jahre alt, hat rotes Haar und tiefblaue Augen. Sie ist meist gut drauf.

Als Rita am Morgen aufwachte, sagte sie kein Wort zu ihrer Mutter. Ohne auch nur einen Blick mit ihrer Mutter zu wechseln, ging sie in die Schule.
Als sie dort eintraf, ging sie direkt zu ihren Freundinnen und erzählte, was sie gestern Abend gehört hatte.
Alle waren erstaunt, wie ihre Eltern über sie dachten. Sie diskutierten bis es in die erste Stunde läutete.

Als sich Rita wieder mit ihren Freundinnen in der Pause traf, sprachen sie weiter über das Problem, das Rita jetzt hatte.
Jessica gab Rita einen Tipp: „Rede doch einfach mit deinen Eltern. Sage ihnen wie es wirklich ist. Ich denke sie werden es verstehen.“
„Ja genau tue das. Es wird schon gut heraus kommen!“, meinte Martina noch.

„Ihr habt Recht! Ich werde mit meinen Eltern reden!“, beschloss Rita.
Nach der Schule ging sie schnell nach Hause, um mit ihren Eltern zu sprechen.

Zu Hause sagte sie ihren Eltern, dass sie mit ihnen sprechen müsse.
In der Küche dann fragte Rita: „Was denkt ihr eigentlich von mir? Habt ihr das Gefühl, dass ich Alkohol trinke, rauche und sogar Drogen nehmen würde?“
„Ich wusste nicht, was mit dir los war, als du gestern so spät nach Hause gekommen bist.“, gab die Mutter als Antwort.
Der Vater ergänzte die Antwort der Mutter: „Weil du ohne auch nur ein Wort mit uns zu wechseln in dein Zimmer gegangen bist, dachten wir, dass du vielleicht getrunken haben könntest und darum nicht mit uns gesprochen hast.“
‚“Aber ich hasse doch Alkohol und ihr wisst das!! Und an Drogen käme ich nicht heran und ich nehme auch ganz bestimmt nichts von diesem grauenhaften Zeug. Was das Rauchen angeht….ich verbrauche doch mein Taschengeld nicht für so was!“
‚“Es tut uns Leid. Wie konnten wir auch nur an so was denken!’’ entschuldigte sich die Mutter. Und auch der Vater entschuldigte sich bei Rita. Die Eltern schlossen sie in ihre Arme.

Nach diesem Gespräch fühlte sich Rita gleich besser. Sie ging in ihr Zimmer, machte ihre Hausaufgaben und ging dann ins Bett.

Am nächsten Morgen ass Rita ihr Frühstück und ging dann zur Schule.
Nach vier Stunden unterricht war nur noch Mathe an der Reihe.
„So, und die Hausaufgabe ist Seite 35, Nummer 5+6. Ich wünsche euch noch einen schönen Nachmittag.“ Das was der Spruch, den Herr Minar immer am Ende der Stunde sagte.

Rita wollte gerade zur Tür hinaus, als Herr Minar ihr nachrief: „Rita, komm doch noch einmal zu mir. Ich möchte mit dir gerne noch ein bisschen reden.“
Rita drehte sich um und ging zum Lehrerpult. Sie setzte sich auf einen Stuhl vor dem Lehrertisch.
„Also, so geht das nicht weiter, Rita“, sagte Herr Minar.
„Ähh, um was geht es?“, fragte Rita.
„Es geht um deine Noten. Sie werden immer schlechter.“
„Ja, ich weiss.“
„Und was ist der Grund dafür?“
„ Ich verstehe den Stoff nicht und ich habe sehr viel Stress wegen der Lehrstellensuche.“
„Aha, das ist also der Grund, warum du immer schlechter wirst. Und was willst du dagegen tun?“
„Ich weiss nicht….ich hab auch noch nicht speziell darüber nachgedacht.“
„Ich hätte eine Idee. Aber das geht nur, wenn du dich auch darum bemühst.“
„Und was soll das sein, Herr Minar?“
„Ich gebe dir Nachhilfe. Das ist das einzige, was ich für dich tun kann.“
„Und wann wäre das?“
„Ich hätte am Dienstag und am Donnerstag nach der Schule Zeit.“
„Ja, das ist okay. Ich werde da sein.“
„Gut, dann wünsche ich dir noch einen schönen Nachmittag.“
„Danke, ich Ihnen auch.“

Rita ging nach Hause und dachte über das nach, was Herr Minar gerade gesagt hatte. Das war die Chance. Sie musste sie nutzen für alle Fragen, die sie hatte. Und nicht nur für Mathe, sondern auch für ihre Berufswahl!
Als Rita vor ihrer Haustüre stand und gerade eintreten wollte, hörte sie ihre Eltern streiten. Es ging wieder mal um sie, Rita. Aber diesmal um ihre Noten in der Mathe.

Rita versuchte sich hinein zu schleichen, aber ihre Mutter entdeckte sie und fragte sofort: „Warum werden deine Mathenoten immer schlechter?“
„Ich versuche besser zu werden, aber ich verstehe den Stoff nicht.“
„Dann strenge dich ein bisschen mehr an!!“
„Mama, Herr Minar gibt mir von jetzt an jeden Dienstag und Donnerstag nach der Schule Nachhilfe.“
„Ah, das ist toll. Aber dann bemüh dich auch.“
„Ja, Mama, ich werde mir Mühe geben.“
Rita ging in ihr Zimmer. Dort dachte sie über all das Gute in ihrem Leben nach. Von jetzt an würde alles bergauf gehen.




Von Hassan
Gefunden

Am 26. Juli 1995 fand Fabio, der heute 14jährige, ein Natel. Er wusste nicht, was er machen sollte, ob er es der Polizei geben sollte oder dem Lehrer. Schliesslich wusste er, dass der Besitzer Pascal ein Schlägertyp war. In der Schule hatte Pascal nämlich gemeldet, dass ihm sein Natel gestohlen worden sei.

Deshalb wurde es dem Fabio kribbelig im Bauch. Er dachte sich, dass er von seinem Fund dem Lehrer erzählen sollte, anderseits dachte er sich: „Vielleicht verdächtigt mich der Lehrer als Dieb und ich fliege von der Schule!“

„Grrring!“ Es läutete zur Pause und alle redeten über den Vorfall wegen dem gestohlenen Natel. An jeder Ecke wurde getuschelt. Fabio hörte dieses und jenes, aber der dachte sich in diesem Moment nichts dabei.

Es läutete hinein. Fabio hatte Chemie und wieder kam der Vorfall mit dem gestohlenen Natel zur Sprache. Diesmal war er mutig und fragte, ob das Natel rot, weiss und grün gestreift sei? Da hob Pascal seine Hand und rief: „JA!“
Der Lehrer fragte Fabio: „Woher weisst du das?“
Und Fabio sagte: „Ich habe das Natel gesehen!“
Pascal wollte wissen: „Wo? Wann?“
Fabio antwortete: „Unter der Bank auf dem Schulhof!“
Pascal glaubte ihm das nicht und wollte ihn sich vorknüpfen.

Auf dem Heimweg am Mittag rannte Pascal Fabio hinterher und drohte ihm, er würde ihm die Knochen brechen, falls er etwas mit dieser Sache zu tun hätte!

Zu Hause angekommen nahm Fabio das Natel und ging zur Wohnung von Pascal.

Dort wollte er es in den Briefkasten legen. Aber zufällig kam gerade Pascal heraus und sah ihn mit seinem Natel. Da rannte Fabio weg, so schnell er konnte. Pascal rannte ihm natürlich hinterher. Aber Fabio war schneller und Pascal verlor ihn aus den Augen.


Am nächsten Tag kamen Fabios Eltern in die Schule und fragten die Klasse, ob jemand wisse, wo Fabio sei. Stille herrschte. Plötzlich sagte Pascal: „Er ist gestern weggerannt, weil ich ihn mit meinem Natel erwischt habe.“
Der Lehrer erklärte dann: „Also Pascal, Fabio hat doch Angst vor dir! Wir müssen ihn suchen und finden. Danach sehen wir weiter.“

Am nächsten Schultag tauchte Fabio wieder auf. Er kam in die Schule und ging direkt zum Lehrer und sagte: „Sie, ich muss mit Ihnen sprechen.“
Darauf antwortete der Lehrer: „Ich mit dir auch !“

Nach einer halben Stunde ging der Lehrer ins Klassenzimmer zurück und Fabio durfte nach Hause. Der Lehrer erklärte den Schülern und Schülerinnen die Situation und alle begriffen so langsam, warum Fabio Angst gehabt hatte.

Am Nachmittag redeten Pascal und Fabio miteinander. Fabio erklärte Pascal persönlich die Situation und sie verstanden einander. Pascal freute sich, dass er nun sein Natel wieder hatte und Fabio freute sich, dass er nun kein Problem mehr mit Pascal hatte.



Von Daniela
Rita hat ein Problem

Rita war eigentlich ein ganz normales Mädchen, aber das änderte sich alles in ihrem 12. Lebensjahr, als ihr Vater sie einmal geschlagen hatte.

Heute ist sie 15 Jahre alt. Sie hat blonde Haare und grüne Augen. Sie ist schlank und eher gross. Wenn Rita am Abend im Bett liegt, denkt sie immer darüber nach, ob ihr Vater sie wieder schlagen werde. Dann kommt noch dazu, dass sie in der Schule schlechte Noten macht und keine Freunde hat. Und eine Lehrstelle hat sie bisher auch noch nicht gefunden. Aber das allerschlimmste ist, dass Rita viel Alkohol trinkt und manchmal raucht.

Am nächsten Morgen, als Rita aufwacht, hört sie schon ihre Mutter rufen: „Aufstehen, das Morgenessen ist fertig.“

„Ja ich komme gleich“, antwortet Rita. Sie zieht sich an und geht langsam hinunter. An diesem Morgen hat sie keinen Appetit. Ihre Mutter will zwar dass sie etwas isst, aber Rita geht einfach zur Tür hinaus ohne sich zu verabschieden. In letzter Zeit läuft es auch nicht gut mit ihren Eltern, so dass ihre Eltern in eine Familientherapie gehen möchten

In der Schule angekommen geht es ihr nicht besser: Ihre Mitschüler reissen schon blöde Sprüche über sie. Im Klassenzimmer sitzt Rita immer alleine in einer Ecke.

In der Pause geht Rita aufs WC und raucht eine Zigarette. Ein paar Mitschülerinnen kommen herein.

„Musst du auch noch unsere Toilette so beschmutzen? Reicht es dir nicht, wenn du es bei dir zu Hause machst?“

„Das geht euch nichts an. Verschwindet und lasst mich in Ruhe!", schreit Rita die Mädchen an.

Als es endlich Abend ist, sitzt Rita in ihrem Zimmer und hört laute Musik. Sie raucht und trinkt eine Flasche Bier. Plötzlich kommt ihr Vater und klopft an die Tür. Sie hört es natürlich nicht.

Er kommt herein und meint: „Also, jetzt reicht es mir langsam. Stell sofort die schreckliche Musik ab. Ich will auch, dass du endlich aufhörst zu rauchen und für Alkohol bist du auch viel zu jung.“

„Dich geht es nichts an, was ich mache. Ich trinke Alkohol, wenn ich will und höre mir die Musik an, die mir gefällt. Du hast mich auch einmal geschlagen, obwohl es nicht nötig war und darum kann auch ich machen, was ich will.“
„Meine kleine Lady. Du redest nicht in diesem Ton mit mir. Ich weiss, dass ich dich geschlagen habe, das tut mir auch sehr leid.“ Ritas Vater geht aus dem Zimmer. Er merkt, dass es keinen Sinn mehr macht, länger mit seiner Tochter zu sprechen.

Am nächsten Tag sind sie in der Familienberatung . Ihre Eltern hatten bis jetzt immer das Wort. Um das zu ändern, geht der Berater mit Rita hinaus. Als sie alleine sind, fängt sie zu weinen an. Sie beginnt zu erzählen.
„Es hat alles angefangen, als mein Vater mich geschlagen hatte. Da veränderte sich mein Leben. In der Schule machte ich immer schlechtere Noten. Mit meinen Eltern stritt ich immer darüber. Vor einigen Monaten fing ich auch noch an zu rauchen und Alkohol zu trinken. Ich weiss ja, dass es nicht gut ist. Das haben mir meine Mitschüler und Mitschülerinnen auch immer wieder gesagt, aber ich hörte nie auf sie: So kam es auch, dass meine Klasse anfing, mich fertig zu machen.“
„Hast du schon mal daran gedacht, die Schule zu wechseln?“

„Nein, daran habe ich noch nie gedacht.“
Die beiden gingen wieder zu den Eltern zurück. Sie diskutierten noch eine Weile zusammen weiter und beschlossen, einen neuen Termin abzumachen.
In den folgenden Tagen sind sie immer wieder gemeinsam in die Therapie gegangen. Sie haben viel geredet und beschlossen, dass Rita die Schule wechselt.

Das war auch gut, denn sie macht jetzt bessere Noten und hat auch neue Freunde und Freundinnen gefunden. Mit dem Rauchen und Trinken hat sie auch aufgehört. Aber das Schönste ist, dass sie sich mit ihren Eltern wieder gut versteht.



Von Lule
Gefunden

Endlich läutet es! Martin hatte seine neuen Fussball dabei und freute sich auf die grosse Pause. Nun war es soweit. Sie machten zusammen mit den 2. Sek Schülern zwei faire Mannschaften und dann gings los! Sein neuer Ball flog ins Gebüsch.
„Ach!“, rief Martin, muss das sein?!“ Er war wütend auf seinen Mitspieler, der den Angriff vermasselt und obendrein noch den Ball ins Gebüsch geschossen hatte.
Martin lief zum Gebüsch und suchte seinen Ball. Als er ihn gefunden hatte und gerade zurückgehe wollte, sah er etwas auf dem Boden glänzen.
„Was ist das?“, dachte er. Langsam ging er näher und erkannte, dass es eine Uhr war. Er hob sie auf und bewunderte sie. Auf der Uhr stand „Rolex“ und sie war silbern. „Hm, ob die wohl teuer ist?“, dachte Martin.
„Hey, kommst du endlich?!“, rief einer seiner Mitspieler und Martin steckte die Uhr ein. Dann spielte er wieder.

Müde von der Schule kam Martin zu Hause an und packte seine Schulsachen aus. Da bemerkte er etwas Hartes in seiner Hosentasche.
„Ah, die Uhr. Die habe ich ja vollkommen vergessen.“
Er nahm sie aus der Hosentasche und bewunderte sie von neuem. Dann ging er zu seinem Vater, der gerade eben von der Arbeit nach Hause gekommen war.
„Du Paps, weisst du, was eine „Rolex“ ist?“, fragte Martin seinen Vater.
„Ja, sicher, weiss ich das. Das sind ganz teure Uhren, die mehrere Tausend Franken kosten“, erklärte sein Vater.
„Ah, so ist das!“, entgegnete Martin.
Sein Vater wurde ein bisschen misstrauisch und fragte nach: „Wieso willst du das wissen?“ „Nur so, ich habe eine auf einen Plakat gesehen“, log Martin.
Wegen dieser Notlüge hatte Martin noch kein schlechtes Gewissen, aber die Uhr machte ihm Sorgen. Auf der eine Seite hatte er eine Uhr, die Tausende Franken wert war, aber auf der andere Seite konnte er sie kaum behalten.
„Oder doch?“, dachte er. „Vielleicht sollte ich sie einem Uhrenschmuggler an der Langstrasse verkaufen!“, überlegte er sich. Aber nein, dafür hatte er keinen Mut. Er musste sie wohl oder übel ins Fundbüro bringen. Er beschloss schliesslich, gleich morgen dorthin zu gehen.

„Hallo, ist das hier das Fundbüro?“, fragte Martin.
„Jawohl, hier bist du richtig. Was kann ich für dich tun?“, fragte ihn die nette Dame am Schalter. Vorsichtig nahm Martin die Rolex aus seiner Tasche und legte sich auf den Tresen.
„Diese Uhr habe ich gestern beim Fussball spielen gefunden!“, erklärte Martin.
Die Dame schaute die Uhr an und tippte etwas in ihrem PC ein.
„Ja tatsächlich. Ein älterer Herr hat vor längerer Zeit gemeldet, dass ihm seine Rolex abhanden gekommen sei. Er wird sich darüber sicher freuen. Lass mir deinen Namen und die Adresse hier, vielleicht bekommst du ja einen Finderlohn!“

Zwei Tage später klingelte das Telefon bei Martin zu Hause. Der Besitzer der Rolex rief an und wollte mit Martin sprechen. Er bedankte sich bei ihm herzlich und wollte Martins Kontonummer wissen. Er wolle sich bei ihm revanchieren, meinte der Herr.

Nach ein paar Tagen sah Martin, dass er 1000 Franken mehr auf seinem Konto hatte!



Von Gramos
Gefunden

Paul, ein 15-jähriger Junge, war nicht sehr beliebt in der Schule, weil er in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs. Er wurde deswegen auch oft ausgelacht. Sein Vater hatte vor kurzem seine Arbeit verloren, deswegen aßen sie an manchen Tagen nur Brot und Wasser.

Am 20. Mai ging er wie immer in die Schule. Als er dort ankam, sah er einen MP3-Player auf dem Boden liegen.
„Der gehört doch der Sabine! Ich gebe ihn ihr, wenn ich sie sehe.“ Die Uhr zeigt schon auf acht Uhr zwanzig. „Schnell ins Klassenzimmer!“

Dort angekommen, sah er Sabine heulend vor dem Lehrer stehen und stottern: „Entschuldigung, Herr Lehrer, mein MP3 ist geklaut worden.“
Der Lehrer konnte auch nichts für sie tun während der Stunde. Paul schaute oft zu ihr hinüber.

Der Lehrer sagte laut: „Paul, ich möchte, dass du nicht dauernd auf Sabine schaust!“ Da wurde Paul ganz rot im Gesicht.

Er wartete nur noch auf die grosse Pause. Jedoch ging das noch eine halbe Stunde. In diesen dreissig Minuten wurde Paul vom Lehrer aufgerufen und gefragt: „ Weisst du, wer den MP3-Player von Sabine geklaut hat?“
Paul erwiderte: „ Nein, Herr Lehrer, aber es könnte auch sein, dass sie ihn irgendwo verloren hat!“
Der Lehrer schaute ihn seltsam an: „ Wieso kommst du denn da drauf?“
Paul überlegte genau, was er sagen sollte. „Em ja, es könnte ja sein oder nicht? Vielleicht hat sie ihn einfach verloren!“
Der Lehrer fing an zu lachen und sagte: „ Du könntest Recht haben.“
Paul war erleichtert.

„So Kinder, es ist grosse Pause!“ Paul rannte so schnell hinaus, dass der Boden fast anfing zu brennen. Er ging ins Knaben-WC und versteckte den MP3-PLayer hinter dem WC-Papier. Danach ging er hinaus fühlte sich erleichtert.

Nach der grossen Pause war Mathematik angesagt, aber besonders in dieser Stunde konnte er sich nicht konzentrieren, weil er sich immer nur die heulende Sabine vorstellte.

„Vielleicht bin ich doch ein Dieb, ich meine, ich habe ihren MP3 gefunden und versteckt. Warum habe ich nur so dumm reagiert und ihn nicht einfach zurückgegeben in der Pause?“ Er machte sich die ganze Stunde lang nur Vorwürfe: „Was soll ich jetzt nur tun?

Ich habe eine Idee! Ich gehe nachher den MP3 holen und lege ihn hinterher in ihren Briefkasten zu Hause.

Er wartete einen günstigen Moment ab, holte den Player aus seinem Versteck, rannte dann so schnell wie er konnte zu Sabines Haus und legte ihn in ihren Briefkasten. Seinem Gesicht sah man die Erleichterung an. Als er sich umdrehte, sah er Sabine kommen. Schnell versteckte er sich hinter einem Gebüsch. Sabine ging zu ihrem Briefkasten und entdeckte den MP3-Player. Sie freute sich riesig. Ihr war es völlig egal, wer ihn in den Briefkasten hineingetan hatte. Sie war nur glücklich, ihn wieder zu haben.

Paul war froh, dass alles so gut ausgegangen war.

 


 

 

 

 
     
     
     
     
     
Gestaltungstage an OS
Baustellenfortschritt 5
Bericht Jugendarbeit