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Von Lynn und Arlena
Am Sonntag um 21.50 Uhr besammelten sich die 25 SchülerInnen
und die sechs erwachsenen Begleitpersonen am Bahnhof Rüschlikon.
Der Abschied von den Eltern löste die eine oder andere
Träne aus. Die S8 führte uns pünktlich
nach Zürich. Der Zug nach Wien und Budapest mit unserem
Wagen nach Prag stand am anderen Ende des Bahnhofs.
Jetzt erfuhren wir endlich, mit wem wir unser Schlafabteil
teilen durften. Die 12 Mädchen hatten zwei Sechserabteile,
die 13 Knaben verteilten sich auf drei Abteile. Die Erwachsenen
hatten deren zwei. Der Wagen wurde mit uns Rüschlikerinnen
und Rüschliker fast gefüllt. Wir erfuhren, dass
dieser Zug normalerweise nur einen Couchettewagen nach
Prag führt. Unser zusätzlicher Wagen musste
vom Reisedienst SBB in ganz Europa gesucht werden, da
ausgerechnet in dieser Nacht fast alle Liegewagen mit
Pilgern nach Lourdes unterwegs waren!
Von den Erwachsenen mal abgesehen war „Schlafen“
in diesem Zug ein Fremdwort. Gute „Nerven“
schafften es vielleicht auf etwa zwei Stunden. Auf alle
Fälle war es um sechs bereits wieder lebendig, obwohl
wir erst um elf Uhr in Prag ankamen.
Bald fanden wir das Gleis für den Anschlusszug nach
Hradec Kralove (unter den Oesterreichern bis zum ersten
Weltkrieg vor fast hundert Jahren hiess das Königsgrätz).
Unsere Dolmetscherin, Frau Müller, führte uns
kurz in der Umgebung des Bahnhofs herum.
Nach zwei Stunden trafen wir dort ein. Obwohl die Stadt
nicht übertrieben gross ist, hat sie eine ausgesprochen
schöne Bahnhofshalle mit einer eindrücklichen
Kuppel. Hier erwartete uns Iveta, die Deutschlehrerin
der Partnerschule und gemeinsam machten wir uns mit dem
Bummelzug auf nach Ceska Skalice.
Hier standen die tschechischen SchülerInnen bereit
und zusammen marschierten wir in die Schule. Eine kleine
Erfrischung in Form von Getränken und Gebäck
stand bereit. Nach kurzem Zögern griffen doch alle
zu. Ein Blick auf das Gesicht des Nachbarn verriet, dass
das Gebäck gut schmeckte.
Jetzt erfuhren wir auch, wer mit wem zusammen bei welcher
Familie einquartiert war. Wir trafen es gut. Zusammen
mit Bora, ihrer Schwester und ihren Eltern fuhren wir
in unser neues Zuhause. Zum Nachtessen führte die
Familie uns in ein Restaurant, danach zur Familie, wo
Christa und Aline wohnten. Dort trafen wir bereits Lucas,
Hassan und Michele. Wir erzählten uns die ersten
Eindrücke und verbrachten alle eine gemütliche
Zeit.
Wieder zu Hause zeigten wir einander Familienfotos und
gingen danach ins Bett. |
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