Von Daniel und Lukas
Am Morgen trafen wir uns in der tschechischen Schule in "unserem" Klassenzimmer. Wir tauschten Eindrücke vom gestrigen Tag aus und besprachen Probleme, die in der tschechischen Gastfamilie auftreten könnten. Die Mädchen und wir Knaben trennten uns dann, um über Übergriffe sexueller Art zu reden. Die Lehrpersonen wollten wissen, ob unsere Privatsphäre gewährleistet ist und sagten uns, wie wir Anfänge von Übergriffen feststellen könnten und wie wir uns in solchen Fällen zu verhalten hätten.

Um zehn vor neun trafen wir wie jeden Tag wieder auf die tschechischen Gastgeberkinder. Dann gingen wir zusammen in die Sporthalle und spielten zuerst Ping-Pong. Danach spielten unsere Rüeschliker Mädchen gegen die tschechischen Volleyball und gewannen. Die Knaben spielten Fussball und auch hier gewannen wir. Das Fussballduell der Mädchen ging aber an die Schülerinnen von Ceska Skalice, allerdings erst im Penaltyschiessen.

Das Mittagessen gab es um zwölf Uhr wieder im Eurest. Wir fanden es köstlich.

Um halb eins fuhren wir mit dem Bus nach Adrspach. Auf dieser Fahrt kamen wir zwei Mal bis auf einen Kilometer an die polnische Grenze heran.
In Adrspach besuchten wir die Felsenstadt. Aus den von einem Meer gebildeten Sandsteinschichten sägten Wetter, Wasser und Wind seltsame Gesteinsformationen heraus. Die Bevölkerung brachte schon früher die eigenartigen Formen mit Rübezahl in Verbindung. Diese Sagengestalt lebte hier im Riesengebirge und hatte hier ihre "Stadt" gebaut.

Der deutsch sprechende Führer erzählte uns die Geschichten der verschiedenen Felsen: Grossmutters Stuhl, der Henkelkrug ... Am grossen Wasserfall mussten wir drei Mal ganz laut rufen:: "Rübezahl, gib uns Wasser". Der Wasserfall führte plötzlich mehr als die doppelte Wassermenge wie vorher!

Bevor wir wieder den Bus für die Rückfahrt bestiegen, kauften sich die meisten noch ein Souvenir. Und nach der heissen Rückfahrt verbrachten wir den Abend mit dem Nachtessen bei den Gastfamilien.


Von E. Huber
Die Rüeschliker Erwachsenen waren heute Abend Gäste der zwei Deutsch-Lehrerinnen und ihren Ehepartnern aus Ceska Skalice. Wir wurden zu einem Nachtessen nach Nachod, dem Provinzhauptort, eingeladen. Da Speiselokale, wie wir sie kennen, eigentlich selten sind, hatten die zwei Damen einen Tisch in einem Billardclub reserviert. So konnten wir die Zeit bis zum Essen mit einem Spiel überbrücken. Dies ermöglichte es auch, in zwangloser Art Näheres über die Situation der beiden Familien speziell und der wirtschaftlichen und politischen Lage Tschechiens und der Provinz Nachod allgemein zu erfahren.

Besonders interessierte uns natürlich, wie die Gastgeber über den Beitritt zur EU vom letzten Wochenende dachten. Aus allen Äusserungen war eine Aufbruchstimmung und eine positive Einstellung zu spüren, endlich wieder zu Europa zu gehören, die Unterdrückung aus der "totalitären Zeit" (wie sie es nannten) hinter sich zu lassen und in eine Zukunft ohne weitere Kriege zu blicken. Sie empfanden auch unseren Schüleraustausch als weiteren Baustein für ein friedliches Zusammenleben in Europa.


 



Am Morgen ist Sport angesagt. Zuerst spielen wir Tischtennis.

 



Nach dem Mittagessen fahren wir mit dem Bus nach Adrspach.

 



Aus den von einem Meer gebildeten Sandsteinschichten sägten Wetter, Wasser und Wind seltsame Gesteinsformationen heraus.

 



Die Bevölkerung brachte schon früher die eigenartigen Formen mit Rübezahl in Verbindung. Diese Sagengestalt lebte hier im Riesengebirge und hatte hier ihre "Stadt" gebaut. Wollen wir Rübezahls Rutschbahn ausprobieren?

 



Aber sicher .

 



Auch Elefanten wohnen hier.

 



Am grossen Wasserfall mussten wir drei Mal ganz laut rufen:: "Rübezahl, gib uns Wasser". Der Wasserfall führte plötzlich mehr als die doppelte Wassermenge wie vorher!

 



Eine steile Treppe führt zu einem kleinen, verborgenen See hinauf und lüftet auch das Geheimnis des Wasserfalles.

 



Ruhig gleitet das Boot auf Rübezahls See dahin.

 



Dieser Felsen stellt den Henkel-Krug des Riesen dar.

 



Das ist der grosse See. Hier werden oft Märchenfilme oder auch Western gedreht.