Von Lynn und Nadine
Um acht Uhr mussten wir Schüler und Schülerinnen in der Schule sein, um die Vorbereitungen für einen würdigen Empfang für unsere tschechischen Gästen vorzubereiten. Die Lehrpersonen hatten die Arbeiten vorbereitet. So wusste jede und jeder bald einmal, was zu tun war: Das Zimmer 54 umstellen, so dass alle 26 Gäste einen Tisch und einen Stuhl haben, Sitzgelegenheiten für die Lehrpersonen sowie den Gemeindepräsidenten und seinen Stellvertreter schaffen. Die Tische wollten wir mit Blumen schmücken, Erfrischungen und unser Gebäck bereitstellen. Des Weiteren haben wir Willkommensgeschenke gebastelt und Ortspläne von der Gemeinde bekommen und die mussten wir in Geschenkpapier einschlagen. Die Büro- und Materialverwaltung der Stadt Zürich hat uns gratis (!) Stadtpläne geschickt, die wir für den Stadtrundgang vom Dienstag, einer Kombination von Geschichtsstunde und Sightseeing-Tour, brauchten. Die legten wir auch bereit. Wir übten noch einmal die Texte für diesen Postenlauf. Die Bands stellten im Singsaal ihre Instrumente auf und begannen mit den Schlussproben.

Unterdessen hörten wir von Herrn Helfenstein, dass die tschechischen Gäste in Schaffhausen angekommen waren. Er und Frau Zimmermann vom Gemeinderat haben sie dort abgeholt und zum Rheinfall begleitet und mit ihnen eine Fahrt mit dem Rheinfall-Schiffchen zum Wasserfall hinaus organisiert.

Gegen Mittag wurden wir nach Hause entlassen. Um halb zwei sollten wir wieder in der Schule sein.Um Viertel vor zwei war es soweit: Der Bus aus Tschechien rollte an und fast ganz Rüschlikon stand auf dem Pausenplatz. Noch etwas schüchtern stiegen unsere Gäste aus, aber der Empfang war herzlich und die Wiedersehensfreude gross.

Die vielen Gepäckstücke wurden deponiert, im Singsaal spielten dann die zwei Bands auf und einige Schülerinnen sangen noch Songs im Karaokeverfahren. Bei der offiziellen Begrüssung im Zimmer 54 fielen die Kinder fast um vor Müdigkeit, aber dankbar bedienten sie sich am Gebäck (das wir selber gebacken haben!) und an den Getränken. Nach den Reden der Erwachsenen begrüssten auch Eliane und Arlena unsere Freunde und erklärten ihnen unser persönliches Geschenk: die Freundschaftsbändeli, die wir vorige Woche gebastelt hatten. Wir banden sie allen um.

Gegen vier Uhr durften die Tschechen mit ihren Gastgebern und deren Eltern nach Hause.


Abendbericht vom Montag, dem 07.06.04

Von Erwin Huber
Was liegt an einem lauen Sommerabend näher als ein gemütliches Nachtessen am See, wenn Gäste aus dem Ausland zu Besuch sind! So trafen sich die Erwachsenen in der Tracht zum Znacht. Alles Wichtige war bereits am Nachmittag gesagt worden, so dass nach einem Willkommensgruss durch die Vertreterin des Gemeinderates Rüschlikon, Frau Zimmermann, und einem kurzen und sehr persönlich gehaltenen Dank der Vertreter aus Ceska Skalice eifrig die Speisekarte übersetzt wurde.
In den Tischgesprächen hörte man immer wieder, welchen Stellenwert die Politiker unserem Schüleraustausch zumessen: Wer sich persönlich kennt, bekämpft sich nicht mehr. Wer sich versteht, löst Probleme gemeinsam. Wer sich vertraut, ermöglicht ein friedliches Zusammenleben.
Auch die Lehrpersonen sehen in diesen zwei Austauschwochen Ziele verwirklicht, die weit über den schulischen Alltag hinauswachsen: Hier werden Kompetenzen wie "Verantwortung für jemanden übernehmen" eingeübt, echte Gastfreundschaft erlebt und geboten, wo man sich selber zugunsten anderer einschränkt und seine eigenen Bedürfnisse abspeckt.

Der Abend klang mit einem gemütlichen Bummel durch die Gemeinde aus, zurück zu den Unterkünften der Gäste.