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Am 13. November wurde an unserer Sekundarschule die Erzählnacht
2009 durchgeführt:

Das Organisationskomitee der drei Deutschlehrerinnen führte
gekonnt durch den Abend:

Unter dem Thema " Als die Welt noch jung war" lasen
Jugendliche aus allen drei Jahrgängen vor 150 Zuhörenden
eigene Texte zu diesem Thema vor:

Aufgelockert wurde der eindrückliche Abend von Liederbeiträgen
und einer Theaterszene, die in die Zeit unserer Grosseltern
führte:

Stellvertretend für die mit viel Phantasie und Engagement
geschrieben Texte veröffentlichen wir den Text „Das
geringelte Schwänzchen“ von Lea aus der 1. Klasse:
Das geringelte Schwänzchen

Früher konnte ich mir nicht vorstellen, wie die Welt
und die Tiere entstanden .Ich habe dann aber eine Geschichte
gehört, die alles erklärt.
Als Gott auf seiner Wolke sass und auf die Erde schaute, sagte
er zu sich: „Ja, sehr schön habe ich das gemacht!
Die schönen Bäume, Pflanzen und das klare Wasser.
Aber für die Tiere hatte ich noch keine Zeit“.
Alle Tiere waren nackt, sie hatten kein Fell. Da beschloss
Gott mit dem Erzengel Gabriel auf die Erde zu gehen. Er rief
Gabriel zu sich und sagte ihm, dass im Keller eine Schachtel
voller Felle und Federn, Schuppen und anderer Dinge sei. Gabriel
holte die Schachtel und setzte sich mit ihr auf eine Wolke.
Gott stieg auch auf diese Wolke und so segelten sie langsam
in Richtung Erde. Dort angekommen, trommelten sie alle Tiere
zusammen. Dann ging es ans Gestalten. Jedes Tier konnte bestimmen,
wie es aussehen wollte. Der Hahn wünschte bunte Federn,
der Löwe eine bauschige Mähne und der Frosch beanspruchte
ein schönes grünes Gummimäntelchen. Es war
bereits Mittag geworden und das Säuli wurde ungeduldig.
Es war fast zuhinterst in der Reihe und verspürte Hunger.
Es ging zum lieben Gott und fragte:“ Kannst du mir mein
Kleid jetzt schon geben, denn ich habe Hunger und muss etwas
fressen. Ich möchte auch nur einige Federn und ein paar
Streifen“. Gott sagte mit ernster Stimme:“ Oh
nein, Säuli, du stellst dich wie alle anderen Tiere in
die Reihe. Das Säuli hatte aber keine Geduld mehr und
rannte so schnell es nur konnte in den Wald. Da frass es sich
satt und machte darauf gleich noch ein Nickerchen.
Als das Säuli aufwachte, fiel ihm ein, dass es doch
noch zum lieben Gott gehen musste. Es rannte durch den Wald.
Unterwegs begegneten ihm viele schöne Tiere, die wunderbare
Felle oder Federn trugen. Als das Säuli bei Gott ankam,
hatte er schon alles zusammengeräumt. “Säuli,
sagte Gott, „als du weg warst, habe ich alle Felle,
Federn und Schuppen verteilt. Ich habe nichts mehr, das ist
nun deine Strafe. Das Säuli fing an zu weinen, da hatte
Gott Erbarmen mit ihm. Der studierte und studierte und wickelte
seine grossen lockigen Haare um seinen Zeigefinger. Da kam
ihm die Idee: Er nahm seinen Lockenwickler und ringelte damit
seine Locke zu einem Schwänzchen und übergab es
dem Säuli.
Das Säuli grunzte vor Freude, bedankte sich bei Gott
und stolzierte davon.
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