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Die gesamte Oberstufe Rüschlikon
verbrachte die Zeit vom 25. – 28. Mai beim Campieren
in Morgarten am Ägerisee.
Der Weg zum Projekt
Den Anstoss zu diesen erlebnispädagogischen Tage gab
SEIS, die Selbstevaluation in Schulen. Die Umfrage ergab,
dass mehr als die Hälfte unserer Schüler und Schülerinnen
eine Schule wünscht, die vermehrt Lernorte und Lerngelegenheiten
ausserhalb der Schule, insbesondere solche in der Natur aufsucht.
Das gesamte Team unserer Sekundarschule, ergänzt durch
die Jugendarbeitenden der Gemeinde und der Schulsozialarbeiterin,
hatte sich an einem Wochenende im April mit Unterstützung
von professionellen ErlebnispädagogInnen das dreiteilige
Programm durchlaufen, einschliesslich des Übernachtens
unter freiem Himmel und des Kochens am offenen Feuer. Im Voraus
mussten die Jugendlichen die erforderliche Ausrüstung
vom Regenschutz, über den Schlafsack, das Essbesteck
bis zum Zelt selbst organisieren, bevor am ersten Tag das
Zeltlager erstellt, die Feuerstellen eingerichtet und alle
ihren Platz gefunden hatten. Danach durchlief jede Klasse
die folgenden Programmteile:

Flossbau
Mit den vorhandenen Schwimmkörpern, Holzstangen, Brettern
und Seilen musste die Klasse zwei Flosse bauen. Dabei waren
sowohl praktische Fragen des Vorgehens zu lösen als auch
das organisatorische Vorgehen in der Gruppe abzusprechen.
Nachdem das Wasserfahrzeug die Schwimmtüchtigkeit erreicht
hatte, galt es für die Grupper bei der gemeinsamen Fahrt
auf dem Ägerisee, sich im Gleichtakt des Ruderns wiederzufinden
und sich dem Kommando eines Schlagmanns unterzuordnen, damit
die optimale Fahrt zum Ort eines geheimes Schatzes aufgenommen
werden konnte.

Campieren
Beim Campieren verbrachte eine Klasse 24 Stunden in einem
abseits gelegenen Waldcamp. Während des Tages beschäftigten
sich die Jugendlichen mit Gleichgewichts-, Geschicklichkeits-
und Vertrauensübungen auf der Slagline, sie seilten sich
ab oder überquerten mittels einer Seilrolle einen Abgrund.
Ausgerüstet mit Schlafsäcken, Matten und Planen
richteten sich die Jugendlichen gegen Abend den idealen Schlafplatz
ein und warteten gebannt, ob die getroffenen Schutzeinrichtungen
dem allfälligen Gewitter Stand hielten.

Trekking-Parcours
Hier ging es darum, dass sich die Jugendlichen in Gruppen
zusammentaten, wobei jeder und jede in der Gruppe eine bestimmte
Funktion übernehmen musste: Kartenlesen, dafür schauen,
dass die Gruppe zusammenbleibt, die andern motivieren um gemeinsam
ein Ziel zu erreichen. Durch eine Reihe von Mut- und Vertrauensübungen
erfuhren die Schüler und SchülerInnen, was es heisst,
einander Vertrauen entgegen zu bringen und einander zu unterstützen.

Und was haben wir gelernt?
Die ganze Woche war durchzogen von einer Fülle von geschickt
eingebauten Ritualen und Reflexionsphasen, während derer
sich die Jugendlichen als Teil einer Gemeinschaft erfuhren
und ihnen bewusst wurde, was die Gemeinschaft für den
einzelnen bedeutet und was der und die einzelne der Gemeinschaft
geben kann. Die Rückmeldungen zeigen, dass sowohl die
Schüler und Schülerinnen als auch die erlebnispädagogischen
Tage am Ägerisse mit vielen eindrücklichen Gemeinschaftserlebnissen
und stärkenden individuellen Erfahrungen in Erinnerung
behalten werden. In diesem Sinne sind die gemachten Lernerfahrungen
ausserhalb der Schulbücher für alle Beteiligten
ein Gewinn, denn durch die verschiedenen Outdoor-Aktivitäten
wurden die Selbst- und Sozialkompetenzen der Teilnehmenden
gestärkt und können nun im weiteren Schul- und Berufsleben
der Heranwachsenden wirksam werden.
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