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Am Montag, 4. Mai, trafen wir uns um 9.30 Uhr am Bahnhof Rüschlikon,
von wo aus unsere Reise ins Tessin begann. Als wir nach einer
langen, aber auch lustigen Zugfahrt und einigen Malen umsteigen
endlich an der Schiffsstation in Lugano ankamen, durften wir
1½ Stunden Freizeit geniessen, bevor wir mit dem Schiff
nach Caprino fuhren. In unserem Lagerhaus angekommen, genossen
wir den wunderschönen Blick auf den See, der direkt vor
unserem Haus lag und trafen auf Frau Scaiotti, die Besitzerin
des Lagerhauses.
Um 16 Uhr konnten wir endlich in unsere Zimmer, aber vorher
mussten wir noch unser schweres Gepäck die Treppe hinauf
schleppen, uff, war das schwer.
Bald darauf fingen wir schon an, an den Marotten zu arbeiten.
Dies war nämlich unser Lagerthema. Nach fleissigem Basteln
an der frischen Luft waren wir mit unserer Leistung recht
zufrieden. Den Marottenkopf konnte man schon erkennen. Plötzlich
merkten wir, wie hungrig wir waren. Zum Glück gab es
schon bald Nachtessen. Die KöchInnen waren wir selbst,
jeden Tag hatte eine andere Gruppe Koch- und Küchendienst.
An diesem Abend fielen alle todmüde ins Bett.
Am nächsten Morgen vergass Frau Kreyenbühl uns
Mädchen zu wecken, doch wir schafften es doch noch um
8 Uhr zum Frühstück. Diesen Tag verbrachten wir
im und ums Haus, mit Basteln, spontanem Theaterspielen und
Toto. Am Ende des Tages waren die Marottenköpfe schon
fertig und unsere eigenen Köpfe hatten auch schon ein
bisschen Farbe angenommen.
Mittwoch war Wandertag. Mit der Seilbahn fuhren wir auf den
San Salvatore. Nachdem wir zehn Minuten zu Fuss marschiert
waren, hatten wir eine herrliche Aussicht und machten viele
Fotos.
Nun begann unsere ca. vierstündige Wanderung. Jeder hatte
seinen eigenen Lunch dabei, den wir bei einem Spielplatz assen,
obwohl Frau Tschurr eigentlich weiterlaufen wollte. Die Schokolade
hoben wir dann für Frau Tschurrs Picknick-Plätzchen
auf. Von dort hatten wir wieder eine schöne Aussicht.
Einige schimpften, weil sie müde waren, andere rannten
uns fast davon. Doch am Schluss kamen alle glücklich
in Morcote an. Von dort aus wurden wir mit einem Privatschiff
nach Caprino zurück gefahren. Einige wagten sich in den
kalten See, ein paar wurden samt Kleidung ins Wasser geschupst.
Nach einem feinen Nachtessen und etwas Freizeit schliefen
alle erschöpft ein.
Am Donnerstag nähten wir die Marottenkleider und stellten
die Marotten gegenseitig vor: Es gab ein Indianer, Mutter
und Tochter Tussi, eine Biene Sumsum, Spassti, ein Scheich,
ein Engel, ein Jäger, eine Puppe namens Börni, ein
Soldat, ein Alien, ein Terrorist,… Danach gab es eine
Vernissage mit unseren Marotten und wir selber bestimmten
die Rangliste Es gab zwei erste Plätze: Biene Sumsum

und der Engel Patritzia.

Nach einem feinen Mittagessen bereiteten wir in Gruppen unser
Marottentheater vor. Am Abend genossen wir die Vorstellungen
und sogar Frau Scaiotti schaute zu. Es war richtig amüsant,
alle hatten ein lustiges Stück erfunden. Den Rest des
Abschlussabends konnten wir selbst organisieren, natürlich
machten wir Disco...
Pünktlich um 7.30 Uhr waren wir am Freitagmorgen am
Frühstückstisch, weil uns Frau Kreyenbühl das
erste Mal geweckt hatte. Die vergangenen Tage hatte sie uns
nämlich immer vergessen. Doch an diesem Tag hiess es
nicht einfach mit den Marotten spielen und Spass haben, sondern
wir mussten das ganze Haus putzen, leider gehört das
immer auch zu einem Klassenlager.

Endlich waren wir fertig und konnten uns draussen noch ein
bisschen entspannen. Wie bei der Hinreise durften wir wieder
1½ Stunden Freizeit in Lugano geniessen. Dieses Mal
erhielt jeder 10 Fr. fürs Mittagessen. Einige gingen
mit den Marotten los und spielten den Passanten etwas vor,
danach traf sich aber die halbe Klasse zufälligerweise
im Mac wieder. Leider war es schon bald Zeit für die
mühsame Rückreise nach Rüschlikon. Nach dieser
lustigen, aber wegen der Umsteigerei auch etwas stressigen
Reise kamen die meisten pünktlich um 17 Uhr in Rüschlikon
an. Alle Mamis und Papis warteten schon. Zwei Eltern mussten
sich noch etwas gedulden, denn Frau Kreyenbühl und Herr
Hugentobler hatten am Zürich Hauptbahnhof zusammen mit
zwei Schülern unseren Zug verpasst. Am Montag trafen
wir uns aber alle braun gebrannt und glücklich wie nach
den Ferien in der Schule wieder.
Herzlichen Dank an unsere Klassenlehrer Frau Kreyenbühl,
Frau Tschurr und Herrn Hugentobler! Auch ein Dankeschön
an Herrn Bruhin und Wolfgang, sie waren je für die Hälfte
der Zeit in der Küche zuständig.
Im Namen der 1. Sek
Tamara Engelì + Judy Bloch
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