Regina Krüttli
Unsere Kindergartenklasse im Schulhaus Moos hat zwei Gruppen. Die Kinder vom 2. Kindergartenjahr wollten "Igel" heißen. Die Kinder vom 1. Kinderjahr sind die "Eichhörnchen". In den vergangenen 4 Wochen lernten wir die beiden Tiere näher kennen. Wie bewegen sie sich? Was fressen sie? Vor welchen Feinden müssen sie sich in Acht nehmen? Eines Morgens im Wald hatten wir Glück. Wir konnten zwei Eichhörnchen beobachten, die von Ast zu Ast hüpften. Aber Igel sahen wir natürlich nicht, denn Igel sind nachtaktiv und verstecken sich gut. So freuten wir uns auf den Ausflug nach Zürich in die Igelpflegestation, um lebendige Igel sehen zu können.

Das Team in der Igelpflegestation behandelt verletzte und verwaiste Tiere so lange, bis sie sich wieder in der freien Natur zurecht finden. Ziel des Igelzentrums ist es auch, die Lebensbedingungen für diese heimischen Wildtiere zu verbessern.


Herr Steinemann begrüsst uns vor dem Igelzentrum: "Eine Igelstation ist wie ein Spital. Kann man in einem Spital herumrennen und schreien?" Kinder: "Nein!!!!" " Alles klar, Igel haben ein sehr feines Gehör. Wird es zu laut im Raum zucken sie zusammen und verschließen sich in einer Stachelkugel."
In jedem Gehege war eine Schachtel. Wo sind denn nun die Igel? Ja klar, die schlafen doch um diese Tageszeit. Herr Steiner zieht Lederhandschuhe an und holt eine stachlige Kugel hervor. Ganz rund, wir sehen nicht, wo der Kopf ist. Aber die Kinder erkennen, dass die Kugel atmet. Sorgfältig wird die Stachelkugel auf den Tisch gelegt. Igel sind neugierige Tiere, sofort beginnt der junge Igel zu schnuppern, hin und her zu gehen. Die Kinder sind bezaubert und beobachten interessiert die Reflexe, die ihnen Herr Steiner erklärt.


Der zweite Igel, den wir zu sehen bekommen ist auch jung, bewegt sich aber nicht so viel wie der erste. Dafür beginnt er an den Lederhandschuhen seines Betreuers zu knappern. Junge Igel müssen selber lernen was sie essen können und was nicht. So kann es auch vorkommen dass ein Igel an einem Plastiksack oder einer Petflasche kaut. Besonders schlecht vertragen die Igel Kuhmilch und Schneckenkörner.


Der dritte Igel wurde von einem Fuchs oder Hund in die Schnauze gebissen und musste seine Verletzung auskurieren, deshalb konnten wir ihn nur kurz sehen. Die Anteilnahme der Kinder war groß.
Mit Hilfe von Dias diskutieren wir über die Lebensbedingungen der Igel. Zum Schluss können die Kinder noch testen ob ihre Nase auch so gut riechen kann wie die der Igel.

Auf dem Heimweg im Tram: " Also, ich will auch einen Igel zu Hause haben, die sind so herzig, eine Kiste habe ich." " Er hat doch gesagt..... Igel sind Wildtiere und keine Haustiere."
" Ah ja, ......aber mein Vater geht immer auf die Bremse, wenn er etwas auf der Strasse sieht, das so aussieht wie ein Igel."