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Schneeschuhwanderung

 

Waldmorgen des Kindergartens und der Unterstufe  

von Ariane Oesch und Regina Krüttli
Im Rahmen unseres Jahresthemas „Fit und klug durch Bewegung“ planten wir für den 8. Mai einen Spiel- und Bewegungsmorgen im Wald. Wir von der Vorbereitungsgruppe stellten uns vor dem Anlass die verschiedensten Fragen: „Haben 179 Kinder Platz auf dem vorgesehenen Waldstück? Sind die Aktivitäten genügend weit auseinander damit sich die Gruppen nicht stören und doch nahe genug, damit sich die Kinder nicht im Wald verlaufen? Wie reagieren die Kinder, wenn sie nicht mit ihren gewohnten Kameraden vom Schulhaus oder der Klasse zusammen sein können? Nehmen sie Kontakt auf mit den ihnen unbekannten Kindern?“
Und dann Unsicherheit am Morgen des 8. Mai: „ Ist das jetzt schon ein Sturm oder nur ein starker Wind?“

Im Wald angekommen wurden die Kinder in 14 verschiedene Gruppen eingeteilt und begannen ihren Parcours. Ein Hindernislauf über Baumstämme und Seile sowie ein Paarfangis wärmten sofort auf. Weitwurf wurde mit Steinen oder Tannzäpfen geübt. Wer baut mit dem vorhandenen Waldmaterial das höchste Gebilde? Auf einem 10 Meter langen Weg sind verschiedene Gegenstände versteckt, die nicht in den Wald gehören, wer findet sie und schreibt sie alle auf? Mit verbundenen Augen über Wurzeln und unebenen Waldboden einer gespannten Schnur entlang zu gehen, braucht auch ein bisschen Mut. Naturmaterialien unter einem Tuch zu ertasten und richtig zu benennen ist doch nur für kleine Kinder, oder doch anspruchsvoller als es aussieht?

Die Schüler und Schülerinnen absolvierten Posten für Posten mit Interesse, aktiv und erstaunlich friedlich. Auch die jüngeren Kinder machten mit und wurden wenn nötig von den älteren Kindern unterstützt. Beim Znüni blieben die meisten nicht lange sitzen und bewegten sich weiter. Der Wald ist ein idealer Spielplatz und animiert immer wieder zu den verschiedensten Aktivitäten.

Rückmeldungen einiger Kinder: „Ich han öpper kenne glernt. De Bueb wohnt bi mir i der Nöchi, goht aber is Schulhus Dorf“.
„Am Afang isch es nid eifach, elei inere fremde Gruppe zsi. Aber mit der Zyt isch es no luschtig gsi.“
„ Also das Balanciere han ich schwierig gfunde, aber die andere Pöschte hen mir gfalle.“

Anderntags wurde ich als Lehrperson vom Moos auf dem Pausenplatz des Schulhauses Dorf laut begrüsst: „Hallo, du warst doch gestern auch im Wald“. Die Begrüssung freute mich und zeigt doch, dass mit schulhausübergreifenden Anlässen auch Kontakte geknüpft werden.