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| Theatervorstellung vom Figurentheater
„Philothea“ mit Papierfiguren für Kindergarten und erste
Klasse von Regina Krüttli Am Anfang des Stückes ärgern sich Katrin
Tchenar und Nicole Langenegger gegenseitig. Die eine Schauspielerin
möchte ein Schneckentheater spielen und die andere ein Drachentheater.
Keine gibt nach. Eine Konfliktsituation, die den Kindern sicher bekannt
vorkommt und ihr Interesse an der Geschichte ist geweckt. Da sich in
einer Papierrolle ein kleiner Papierdrache versteckt, der nun sofort
mitspielen will, ist der Streit bald kein Thema mehr. Dafür entsteht
auf der Bühne ein Drachenwald mit grossen Pilzen, Bäumen und
einem Wasserfall. Durch zerknüllen, reissen und formen von unbedrucktem
Zeitungspapier entsteht eine verzauberte Landschaft mit verschiedenen
Figuren. Der grosse und der kleine Drache wohnen in einem Vulkan. Dort
möchte der grosse Drache einmal in Ruhe die Zeitung lesen. Der kleine Drache will aber nicht alleine mit seiner
Kartonschachtel spielen und gibt keine Ruhe. Erwachsene mit kleinen
Kindern, die auch mal ungestört eine Zeitung lesen wollten, würden
sich in der Rolle des grossen Drachens sofort wieder erkennen. Unbemerkt
und ohne Erlaubnis des grossen Drachens, verschwindet der Kleine in
den gefährlichen Wald. Er trifft auf die Zwillingsdrachen, die
scheinen zuerst nett zu sein, hecken dann aber zu zweit ihre Gemeinheiten
aus. Die Schnecke möchte auch Verstecken spielen, obwohl sie viel
zu langsam ist. Die Spannung steigt und die Papierfiguren scheinen auf
der Bühne lebendig zu werden. Als am Schluss der kleine Drache
einen Freund findet und zum Spielen nach Hause bringt, ist nicht ganz
klar: War das nun eine Schnecken- oder eine Drachengeschichte? Die Themen, wie kann ich mich wehren wenn ich geplagt
werde und wie finde ich jemanden der mit mir spielt, beschäftigen
die Kinder auch im Alltag. Deshalb planten wir für die Kindergartenkinder
einen Mitmachteil. Im Mitmachteil ist die Klasse im Klassenzimmer und
eine der Theaterpädagoginnen greift Sequenzen des Theaters auf.
Wie auf der Bühne steht viel unbedrucktes Zeitungspapier zur Verfügung
da. Zuerst gestalten die Kinder selber einen Drachenwald. Lustvoll werden
Pilze geformt, Blätter zerrissen, Bäume gestaltet, alles ist
möglich und die Phantasie der Kinder wird angeregt. Aus einem ca. 2 Meter langen Papier entstehen noch
einmal die Zwillingsdrachen. Wieder nehmen sie das Schiff des kleinen
Drachens weg und finden das zudem noch lustig. Die Hilfe der Kinder
ist nun gefordert. Habt ihr das auch schon erlebt? Was würdet ihr
an Stelle des kleinen Drachens machen? In kleinen Szenen spielen die
Kinder ihre Ideen vor und können so verschiedene Verhaltensmöglichkeiten
ausprobieren. Es macht Spass in die unterschiedlichen Rollen zu schlüpfen
und braucht ein Kind für die Szene eine Figur, wird sie schnell
aus Papier geformt. Die Geschichte des kleinen Drachens und die Vielfältigkeit
des Papiers, wird uns sicher noch eine Weile im Unterricht zu diversen
Aktivitäten animieren. |
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